Figurenkarussell

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

Vom Schreibtisch
(Foto: © sukiyaki)

Unterschiedlicher könnten die Protagonisten kaum sein, die momentan mein Lektorenleben bereichern. Da ist das junge Mädchen, dem man übel mitspielt. Wird es sich befreien oder gar an seinen Peinigern rächen? Und der junge Mann, der die Güter seines toten Vaters zurückerobern will? Wird er seine mächtigen Gegner besiegen können? Dann der Journalist, von dem ich noch kaum etwas weiß, der aber angedeutet hat, dass er einer heißen Story auf der Spur ist. Und schließlich ist da noch die engagierte Frau, die alles tun will, um ihre Beziehung zu retten, selbst wenn sie dazu die legalen Wege verlassen muss.

Wo soll das nur alles hinführen?

Total interessant!

Folgender überaus interessante Beitrag findet sich derzeit auf meiner Homepage:

Durch kurzfristige Verschiebungen sind aktuell Kapazitäten frei geworden. Der Zeitpunkt für Ihre E-Mail ist selten so günstig.

 

Das Neuner-ABC: Vincent

Neuner-ABC, Foto: James Steidl

© James Steidl

Der berühmte Vincent van Gogh trägt eine niederländische Spezialität im Namen: van bedeutet „von, aus“, gilt aber nicht wie das deutsche von als Adelsprädikat.

Der vollständige Nachname lautet also van Gogh, das van darin wird kleingeschrieben. Natürlich gilt das nicht am Satzanfang:

Van Gogh war ein bedeutender Maler und Zeichner.

Aber auch in einer Aneinanderreihung, die mit Bindestrichen durchgekoppelt werden muss, wird van großgeschrieben, wenn es sich bei der Aneinanderreihung um ein Substantiv handelt:

Morgen beginnt im Stadtmuseum die zweiwöchige Van-Gogh-Ausstellung.

Aber: Warst du schon in der Vincent-van-Gogh-Ausstellung?

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Das Neuner-ABC: Was ist das?

Job-Oldies: Haarmaler

Job-Oldies, Foto: Condor 36

© Condor 36

Haarmaler hießen so, weil sie für ihre Malerei Menschenhaare verwendeten. Sie ahmten mit ihnen Federzeichnungen nach, was Geduld und Geschick erforderte.

Quelle: Rudi Palla, Das Lexikon der untergegangenen Berufe, Augsburg 2000, S. 131

„Deutsche Autoren haben den Ruf, langweilig zu sein“

© birgitH / pixelio.de

© birgitH / pixelio.de

Kann deutsche Literatur lustig sein?, fragt dw.com/de und stellt dabei vor allem Sibylle Berg und Christopher Kloeble in den Mittelpunkt. Auch Literaturwissenschaftlerin Jill Twark kommt zu Wort.

Laut Twark kommt gerade zu Zeiten des Leids der deutsche Witz zu [sic.] Vorschein (…)

Zum Artikel.

Der Begreifler über klingendes Reimen

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Es stritten einst zwei Damen,
ums Klingen ihrer Namen.

Beruht der Endreim auf zwei Silben, folgt also der letzten Hebung noch eine Senkung, spricht man vom klingenden oder weiblichen Reim.

Aber Achtung!  Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass das letzte Wort, also das Reimwort, zweisilbig sein muss:

Der Streit war kurz, denn einer Dame
entfiel im Zorn der Eigenname.

Dem entgegen stehen einsilbige Reime, die man dann als stumpf oder männlich bezeichnet:

Am Boden blieb der Name stumm,
nun sucht sie in der Gegend rum.

Ausgelassene Mode

Wenn ich so von manchem Manuskript ausgehe, das mir in die Lektorenfinger kommt, scheinen Auslassungspunkte gerade groß in Mode zu sein, ob da nun was ausgelassen wurde oder nicht. Man muss ja beinahe um alle anderen Satzzeichen fürchten.

Gutes Rutschen!

Mangelhaft

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

Stilblüten & Co
Foto: © Yaruta Igor

Aus einem sehr bewegten Manuskript:

Fehlt es Ihnen an mangelnder Bewegung?

Nachbarschaftliches: Ein Krampf mit der Arbeit!

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

© zooropa

Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass (hart) arbeitenschuften in der Schweiz chrampfe heißt.

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