Ausgelassene Mode

Wenn ich so von manchem Manuskript ausgehe, das mir in die Lektorenfinger kommt, scheinen Auslassungspunkte gerade groß in Mode zu sein, ob da nun was ausgelassen wurde oder nicht. Man muss ja beinahe um alle anderen Satzzeichen fürchten.

Gutes Rutschen!

Mangelhaft

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

Stilblüten & Co
Foto: © Yaruta Igor

Aus einem sehr bewegten Manuskript:

Fehlt es Ihnen an mangelnder Bewegung?

Nachbarschaftliches: Ein Krampf mit der Arbeit!

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

© zooropa

Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass (hart) arbeitenschuften in der Schweiz chrampfe heißt.

Frage und Antwort

Ja, im Prinzip sind immer alle Antworten richtig. Den Unterschied macht die Frage.

Nachtschicht

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

Vom Schreibtisch
(Foto: © sukiyaki)

Manchmal ist es einfach ein kleines Missverständnis, das dafür sorgt, dass aus 37 PDF-Seiten plötzlich knapp über 200 werden und man sich einer Nachtschicht gegenübersieht. Nicht, dass ich mir das öfter wünsche, aber wenn man es dann doch noch geschafft hat, wird daraus ein kleines Glücksgefühl.

Der Begreifler über Ehe in der Literatur

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Die meisten werden denken, ich mache einen Witz, wenn ich im Folgenden über den literaturwissenschaftlichen Begriff der Ehestandsliteratur schwadroniere. Daher belege ich das gleich mal:

Günther und Irmgard Schweikle (Hrsg.), Metzler-Literatur-Lexikon : Begriffe und Definitionen, Metzler, Stuttgart 1990:
“Sammelbez. für volkssprachl. Werke in Vers u. Prosa im Gefolge lat. geistl. Traktate, die u. a. von den Aufgaben und Pflichten in der Ehe handeln, gelegentl. mit satir. Unterton.”

Gero von Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1989:
“Form der Moralsatire in Vers oder Prosa z. Z. des Humanismus […]”

Besonders beliebt war diese Literaturform im 15. und 16. Jahrhundert. Zu den Hauptwerken zählen Albrecht von Eyb: “Ehebüchlein” (1472), Markus von Weida: “Spiegel des ehlichen Ordens” (1487) und Johann Fischart: “Philosophisches Ehezuchtbüchlein” (1578).

Design im Focus

Focus Wriiter DesignViele Autoren wünschen sich beim Schreiben so wenig Ablenkung wie möglich. Für sie gibt es Schreibprogramme wie FocusWriter oder Q10, die die Aufmerksamkeit ganz allein auf den Text fokussieren, indem sie alles andere ausblenden: Vollbild, keine (sichtbaren) Menüs, keine Schalter, keine Leisten, keine Fenster, keine Hintergrundbilder …

Hintergrundbilder können allerdings (ähnlich wie Musik) sehr inspirierend sein. Vielleicht sogar ein Bild, das zur Geschichte passt, oder sogar eines, das einen Ort oder eine Figur der Geschichte illustrieren könnte.

FocusWriter machts mit anpassbaren Designs ganz einfach möglich: Mit dem Mauszeiger an den oberen Bildschirmrand fahren, um das versteckte Menü auszuklappen. Auf EinstellungenDesigns…Custom klicken. Hier kann man vorgefertigte Designs über Bearbeiten anpassen und dabei nicht nur den Text verschieben, mit beliebiger Schrift und Farbe versehen, sondern eben auch den Hintergrund anpassen bzw. ein beliebiges Bild auf verschiedene Art als Hintergrund verwenden.

Besser doppelt als komplett

Lektoratspraxis, Foto: Dmitriy Shironosov

Lektoratspraxis
Foto: © Dmitriy Shironosov

Komplettlektorat klingt gut, oder? Komplett, alles drin. Wer das Komplettlektorat aus meinen Angeboten wählt, geht oft davon aus, dass danach am Text nichts mehr zu tun sei. Manuskript komplett lektoriert, also ab in die Bestsellerlisten damit.

Leider weit gefehlt. Ganz im Gegenteil, für manchen Autor dürfte gerade nach einem Komplettlektorat die Arbeit erst richtig losgehen. Stillschweigend wird mancher wünschen: “Hätte ich mal lieber nur ein Stillektorat in Auftrag gegeben.” Denn komplett bedeutet nichts anderes, als dass ich alle Aspekte des Textes unter die Lupe nehme und daher viel mehr zu kritisieren habe. Da stehen dann neben den üblichen Korrekturen jede Menge Anmerkungen im Text, Vorschläge, was man besser machen könnte, Hinweise, wo ich streichen würde, Gemecker, was so oder so nicht funktioniert, Nachfragen, Meinung, Kritik, Diskussionsstoff …

Gerade wegen Letzterem besteht dann natürlich die Möglichkeit, sich mit Problemen und Fragen noch einmal (oder auch zwei- bis dreimal) an mich zu wenden, per Mail oder per Telefon oder auch anders, wenn das irgendwie geht, um nachzuhaken, zu klären und zu schimpfen. Das soll dem Autor dabei helfen, die Kritikpunkte, so er denn will, so gut wie möglich umzusetzen. Und dann …

Ja, dann ist Feierabend. Ob Korrektorat, Stil-, Inhalts- oder Komplettlektorat, es handelt sich bei diesen Angeboten immer erst einmal nur um einen Durchgang. Ob es dem Autor mit meinen Anmerkungen gelungen ist, den Text deutlich, einigermaßen oder gar nicht zu verbessern, kann ich nun nicht mehr prüfen. Auch nicht, ob sich bei der Überarbeitung neue Fehler eingeschlichen haben.

Man sollte also wissen, dass erst die Textredaktion mehrere Durchgänge und damit gründliches und zielorientiertes Arbeiten möglich macht, wie es in Verlagslektoraten üblich ist. Natürlich kann man sich nach dem einen Lektoratsdurchgang spontan entscheiden, den überarbeiteten Text erneut in Auftrag zu geben. In meinem Fall gibt es da von den Kosten her nicht einmal einen Nachteil. Wir machen dann einfach eine Textredaktion daraus.

Wer allerdings von Beginn an weiß, was er will (daher dieser Artikel), kann auf die Textredaktionsangebote auf meiner Homepage oder beim Autorendienst zurückgreifen und kräftig sparen.

Oldies: Ganz kalt

Oldies, Foto: Nejron Photo

Oldies
Foto: © Nejron Photo

Wann hast du das letzte Mal mit einer Kaltmamsell gesprochen? Du weißt gar nicht genau, was so eine kalte Mamsell ist? Der Duden hilft weiter:

Angestellte, die in einem Gaststättenbetrieb für die Zubereitung und die Ausgabe der kalten Speisen verantwortlich ist; kalte Mamsell (Berufsbezeichnung).

Quelle

 Noch etwas ausführlicher ist der Wikipedia-Artikel.

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