Recht vor link: Pflichtexemplare

Recht vor link, Foto: Szekeres Szabolcs

Recht vor link
(Foto: © Szekeres Szabolcs)

Wer ein Werk nicht nur niederschreibt, sondern auch veröffentlicht, der hat in Deutschland die Pflicht, ins kulturelle Gedächtnis einzugehen. Was dabei zu beachten ist, lässt sich wunderbar im folgenden Artikel nachlesen:

Die Self-Publisher-Bibel: Autoren-Tipp: Buch bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern – was ist zu beachten?

Dabei kommen übrigens auch die Landesbibliotheken nicht zu kurz.

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Achtung: Da ich kein Jurist bin, könnt ihr euch im Zweifelsfall weder auf mich noch auf meine Angaben berufen. Ich gebe hier nur meine unmaßgebliche Meinung wieder.

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Raus aus der Ecke!

Namen, Foto: Anneka

Namen
(Foto: © Anneka)

Der arme Eckbert! Schon sein Name, der so urdeutsch klingt, dass man ihn direkt zu verstehen glaubt, scheint ein stets verschämtes oder gar bestraftes Jungchen zu beschreiben. Aber weit gefehlt. Dieser schneidige Kerl glänzt als einsame Spitze, setzt sich sein Name doch aus althochdeutsch ekka „[Schwert-]Schneide, Spitze“ und althochdeutsch beraht „glänzend“ zusammen.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

Grammatik-Blog

Internettes (Foto: Pixabay)

Internettes (Foto: Pixabay)

Auf Facebook hänge ich zwar immer etwas hinterher, bemühe mich aber, jeden Artikel von Angelika Jodl zu teilen, die ihre Zuhörer schon seit vielen Jahren mit ihren tollen und kompetenten und humorvollen Vorlesungen zur deutschen Sprache begeistert. Die Münchnerin, die nach eigenen Angaben Studenten unterrichtet, Geschichten schreibt und ein Pferd namens Otto reitet, hat inzwischen sogar einen Roman  zum Thema veröffentlicht, der unter dem Titel „Die Grammatik der Rennpferde“ bei dtv erschienen ist sowie als gekürzte Hörfassung beim NDR (gelesen von Martina Gedeck) ausgestrahlt wurde und der bis heute vielfach sehr positiv besprochen wird.

Wer vom Leben der Menschen erzählt, hat selbst in der Hand, ob es Kitsch wird oder Kunst. Angelika Jodl ist auf diesem Grenzgang ein kleines Kunst-Stück geglückt.

Kulturticker WAZ.de 11.07.2016

Eine humorvolle und lehrreiche Geschichte über die Liebe und das Leben, in der Satzlehre und Rennpferde seitenweise um die Wette galoppieren.

Petra von der Linde, Literaturcheck in: DER BOTE 15.06.2016

Die Artikel, die ich teile, stammen von dem begleitenden Blog, das in den nächsten Tagen (hoffentlich nur vorläufig) komplettiert wird. Und damit ich dieses eine Mal nicht hinterherhänge, weise ich euch heute schon darauf hin. Absolut lesenswert für jeden, der die eigene Sprache am praktischen (und oft witzigen) Beispiel besser kennenlernen will.

Zum Grammatik-Blog.

Auf Wellen jagen

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

Etymologische Streifzüge
(Foto: © Glenda M. Powers)

Wenn ich Romane bearbeite, in denen größere Boote eine Rolle spielen, ist oftmals von Yachten die Rede. Wie die Seemänner verwenden die Autoren dann einen Begriff, der sich ans englische yacht anlehnt, das wiederum dem älteren niederländischen Begriff jaght[e] entlehnt ist.

Seit dem 16. Jahrhundert im Deutschen bezeugt ist dagegen das Wort Jacht, eine Kurzform von Jachtschiff oder auch Jag[e]schiff. Wenn dir dabei das Verb jagen einfällt, liegst du ganz richtig. Eine Jacht ist also ursprünglich ein „Schnellschiff“ oder ein „Verfolgungsschiff“.

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

„Deutsche Autoren haben den Ruf, langweilig zu sein“

© birgitH / pixelio.de

© birgitH / pixelio.de

Kann deutsche Literatur lustig sein?, fragt dw.com/de und stellt dabei vor allem Sibylle Berg und Christopher Kloeble in den Mittelpunkt. Auch Literaturwissenschaftlerin Jill Twark kommt zu Wort.

Laut Twark kommt gerade zu Zeiten des Leids der deutsche Witz zu [sic.] Vorschein (…)

Zum Artikel.

Nachbarschaftliches: Ein Krampf mit der Arbeit!

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

© zooropa

Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass (hart) arbeitenschuften in der Schweiz chrampfe heißt.

Feuchte (Aus-) Sprache

Sprache, Foto: olly

Wissenswertes: Sprache
Foto: © olly

Sogenannte Tonsprachen nutzen unter anderem die Tonhöhe, um Bedeutungen zu unterscheiden. Stell dir vor, du würdest im Deutschen „Flügel“ einmal sehr tief aussprechen, sodass jeder weiß, du meinst das Instrument, und einmal sehr hoch, und jeder würde an den Körperteil eines Vogels denken. Funktionierte das Deutsche so oder so ähnlich, rechnete man es zu den Tonsprachen.

Warum sich aber nur einige Sprachen so entwickelt haben, und wie das mit dem Klima, speziell der Luftfeuchtigkeit, zusammenhängen könnte, klärt ein Artikel auf faz.net.

Nachbarschaftliches: Nenn mich …

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

Nachbarschaftliches
Foto: © zooropa

Wenn dich ein Österreicher als gseichter Aff bezeichnet, wirst du vermutlich schon ahnen, dass das kein Ausdruck besonderer Wertschätzung ist. Den Aff muss dir sowieso niemand übersetzen, und gseicht kommt von ahd. seihhen (sihan), mhd. seichen, was urinieren bedeutet (s. a. http://www.duden.de/rechtschreibung/seichen).

Deutsch im Visier

Sprache, Foto: olly

Wissenswertes: Sprache
Foto: © olly

Als „Nein.“ twittert Eric Jarosinski, Germanistikprofessor an der University of Pennsylvania, über die deutsche Sprache, die in der Welt nicht unbedingt als eine der schönsten gilt. Damit erreicht er fast 30 000 Follower. Süddeutsche.de hat ihn interviewt.

Nachbarschaftliches: Nix hüpfen!

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

© zooropa

Seien wir ehrlich, es ist schon etwas seltsam, dass das Betthupferl Betthupferl heißt. Im Schweizerischen, so schwiiz.eu, klingt das viel logischer: Bettmümpferli (oder auch Bettmümpfeli).