SÜ: To do or not to do

Lust auf eine kleine Übung? Dann nimm dir den folgenden Text vor. Er ist alles andere als ein Beispiel für einen „bewegenden“ Text. Das liegt am sogenannten Nominalstil. Viele Substantive machen ihn statisch. Vielleicht kannst du ihm ein paar Verben verpassen.

Die Notwendigkeit des Lesens des Morgenzeitungsartikels war nicht auf Anhieb einleuchtend für ihn. Es bedurfte mehrerer Aufforderungen und Drohungen seiner mit Auf-und-Ab-Gehen beschäftigten Frau, bevor es zu einem seinerseitigen Einsehen kam, das von genervtem Schulterzucken begleitet wurde.

SÜ: Aktiv werden

Lust auf eine kleine Übung? Dann nimm dir den folgenden Text vor. Er ist alles andere als ein Beispiel für einen „bewegenden“ Text. Vor allem Passiv- und Partizipialsätze machen ihn statisch. Vielleicht kannst du ihn ein bisschen überarbeiten, indem du ihm das Passive und die Partizipien nimmst.

Langsam zurückweichend und am ganzen Körper zitternd starrte Susi den Mann an. Sie wurde von ihm mit Blicken ausgezogen. Mit den Händen Halt suchend wurde sie von den Tränen übermannt. Verzweifelt um Hilfe rufend wurde ihr Rückzug durch die Hauswand gestoppt. Das Gesicht des Mannes wurde durch ein Grinsen in die Breite gezogen. Die letzte Hoffnung aufgebend wollte sich Susi schon ihrem Schicksal ergeben, als die Situation durch das Auftauchen eines Polizisten eine glückliche Wendung nahm.

Hast du Komplexe?

Lust auf eine kleine spielerische Übung? Dabei soll es darum gehen, aus zwei einfachen Sätzen ein komplexeres Gebilde zu schaffen, das aus einem Satz mit zwei Teilsätzen besteht. Nicht etwa, weil komplexere Sätze grundsätzlich die bessere Wahl wären, sondern weil es hilfreich ist, die Möglichkeiten des Satzbaus zu kennen.

Ein Beispiel:

Peter wusch sich die Hände. Dann  schälte er Kartoffeln.
Peter wusch sich erst die Hände, dann schälte er Kartoffeln.
Peter wusch sich die Hände, bevor er Kartoffeln schälte.
Bevor Peter Kartoffeln schälte, wusch er sich die Hände.
Peter schälte Kartoffeln, nachdem er sich die Hände gewaschen hatte.
Peter hatte sich zuvor die Hände gewaschen, als er Kartoffeln schälte.

Natürlich kannst du dir schon die Ausgangssätze selbst aussuchen. Oder du nimmst die, die ich im Folgenden vorgebe. Versuche immer, so viele Varianten wie möglich zu finden. Achte dabei auch auf die grammatischen Zeitformen in den Ausgangssätzen.

Suche zunächst nach Varianten, die möglichst nah an der Vorgabe bleiben. Dann kannst du kreativer werden, solange die Grundaussagen sich nicht verändern.

Petra schaut Fernsehen. Peter deckt (derweil) den Tisch.
Petra ging es schlecht. Sie hatte zu viel gegessen.
Peter will sich ein Auto kaufen. Er hat genug Geld gespart.
Petra wollte gleich abwaschen. Erst würde sie aber noch den Film zu Ende sehen.
Peter war traurig. Petra brachte ihm ein Taschentuch.

RECHTSchreibung mit LINKS

Dank eines Blogeintrags von Daniela Wegert habe ich den Ortografietrainer entdeckt. Er ist eigentlich als Lerntrainer für Schüler gedacht, wer aber meint, ein bisschen Training könne nicht schaden, der wird damit sicher auch seinen Spaß haben.
Im Eingangstext der Webseite heißt es:
„Niemand lernt Basketball spielen, indem er die Regeln auswendig lernt. Niemand lernt Fahrrad fahren, indem er Kinetik studiert. Und genauso lernt niemand Rechtschreibung allein durch Regelkenntnis.“
Für diejenigen, die ihre Kentnisse aufrischen und trainieren wollen, ist der Übungsbereich der interessante Teil dieses Webangebots. Untergliedert ist er in:
  1. Komma- und Zeichensetzung
  2. Groß- und Kleinschreibung
  3. Getrennt- und Zusammenschreibung
  4. Wortendungen
  5. Lange und kurze Vokale
  6. Schreibung der S-Laute
  7. Schreibung der Konsonanten

Die einzelnen Übungen sind jeweils noch einmal nach Schwierigkeitsgrad sortiert und beinhalten jeweils zehn Übungssätze. Kommt man mit der einzelnen Aufgabe nicht gleich zurecht, lassen sich Erläuterungen hinzuschalten.

Hier geht es zum Ortografietrainer.

Ich wünsche viel Spaß.