Der Hunger kommt beim Fernsehen

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

© Yaruta Igor

In enem Blogartikel gefunden (Hervorhebung durch mich):

Die Sendung aspekte vom ZDF präsentiert ein verzehrtes, vorurteilsgetriebenes, einseitiges Bild …

Da wird keiner ausgespart!

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

© Yaruta Igor

In der folgenden Blogbeschreibung kommt auch wirklich keiner zu kurz:

Alles was es über die Liebe zu wissen gibt. Blog für Singles, Paare und alle anderen.

Schon wieder Mist gebaut!

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

© Yaruta Igor

Ich muss zugeben, ich weiß nicht mehr, wo ich diesen anrüchigen Satz gefunden habe, vorenthalten wollte ich ihn euch dennoch nicht:

Mein Sohn hat doch zu gerne Theater gemacht, wenn er etwas nicht bekommen hat – auf den Boden scheißen und losschreien und das auch noch im Kaufland.

Faszinierend!

Mein Anwärter auf den Titel „Fundstück des Jahres“ ist dieser beinahe nachdenkliche Rechtschreibfehler:

fastsinnierend

Wirklich reizend

Diese nette Stilblüte fand ich in einem Kommentar zu einer Online-News des Spions:

Wenn die Politik in Berlin nicht bald die Reizleine zieht …

So vielen wie möglich folgen

Ja, ja, die neue oder doch lieber die alte Rechtschreibung? Eine Frage, die auch für Autoren wichtig ist, die an Ausschreibungen und Literaturwettbewerben teilnehmen wollen. Glücklicherweise gibt es unter den Organisatoren manche, die beides zulassen. Ja, sogar solche, die sich eigentlich einen bunten Mix aus beiden wünschten:

Die Texte können in alter oder neuer Rechtschreibung eingesandt werden, sollten aber zumindest einer folgen.

Ein kleines Bisschen

Wollen wir nicht noch ein kleines bisschen bleiben? Das bisschen macht den Kohl nun auch nicht mehr fett.

„bisschen“ wird immer klein geschrieben. Immer? Immer! Mit einer Ausnahme:

Wollen wir nicht noch auf ein Bisschen bleiben? Oder besser gleich auf einen Bissen?

Bis in Atemnot

Am Sonntag beginnt die Fußball-WM der Frauen. Und ich gehe mal davon aus, dass sich die meisten im Auftaktspiel der Deutschen ein Ergebnis wünschen, das so oder so ähnlich aussieht:

Deutschland – Kanada 3 : 0

Ausgesprochen würden wir sagen: Deutschland gegen Kanada. Statt des „gegen“ steht da nun ein Strich. Doch was passiert im folgenden Beispiel?

Sie werden 2–3 Tore schießen.

Richtig, da fehlen plötzlich zwei Leerzeichen. Denn sowohl „gegen“ als auch „bis“ können durch einen Strich ausgedrückt werden, der formal dem Gedankenstrich entspricht. Bei „gegen“ wird er von Leerzeichen umschlossen, bei „bis“ ohne Zwischenraum gesetzt.

Es muss allerdings dazugesagt werden, dass die DIN 5008 für Arbeiten im Büro- und Verwaltungsbereich in beiden Fällen die Leerzeichen verlangt.

Das bis-Zeichen muss durch „bis“ ersetzt werden, wenn es am Ende oder am Anfang der Zeile stehen würde. Außerdem ist es nicht zulässig, wenn „bis“ in Verbindung mit „von“ auftritt:

Sprechstunde: 9–11 Uhr
Sprechsstunde von 9–11 Uhr
Sprechsstunde von 9 bis 11 Uhr

Federwerk apostrophiert

Wer nicht genau weiß, wo ein Apostroph hingehört und wo nicht, wer ihn auch nach ewigem Suchen nicht auf seiner Tastatur findet oder wer sich immer noch fragt, ob es nun der oder das Apostroph heißt, der wird auf dem Federwerk-Blog meiner Rostocker Lektorenkollegin Marion Kümmel fündig.

Das Neuner-ABC: Ja oder ja

„Du wirst es nicht glauben: Ich habe sie gefragt und sie hat ja gesagt!“
„Wirklich? Sie hat Ja gesagt? Und war deine Antwort auch Ja?“
„Nein. Man muss ja nicht zu allem ja sagen.“

Nach neuer Rechtschreibung bleibt es dem Schreiber überlassen, ob er in Fällen wie den obigen „ja“ klein oder groß schreibt.

Der Partikel (im obigen Beispiel das erste „ja“ im letzten Satz) wird immer klein geschrieben.

Groß schreibt man immer die Substantivierung:

„Zu deinem Antrag ein eindeutiges Ja!“

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Das Neuner-ABC: Was ist das?