Mal was auslassen

Der Abend gestern war echt sch…

„Wenn du willst, kann ich …“, sagte er, bevor ich ihn unterbrach.

Und wenn sie nicht gestorben sind …

Die sogenannten Auslassungspunkte machen immer wieder Probleme. Zunächst einmal sind es nicht drei einzelne Punkte, sondern sie stellen gemeinsam ein Satzzeichen dar. Das lässt sich überprüfen, indem man den Cursor vor die Punkte setzt. Geht man jetzt mit den Pfeiltasten eine Stelle nach rechts, muss der Cursor hinter den drei Punkten stehen:

drei einzelne Punkte: …

Auslassungspunkte: …

Die Voreinstellung in Word ist, dass drei Punkte automatisch durch Auslassungspunkte ersetzt werden (Autokorrektur-Optionen). Gleiches gilt für OpenOffice. Bei OO ist allerdings das Problem, dass das nur funktioniert, wenn vor und nach den drei Punkten ein Leerzeichen steht. Bei Sch… bleiben die drei Punkte drei Punkte.

Word verwendet außerdem die Tastenkombination „Strg“ + „Alt“ + „.“ (Punkt) für die Auslassungspunkte und natürlich lassen sich auch in anderen Textprogrammen Tastaturkombinationen dafür abspeichern.

Nötig ist das nicht, denn über Windows bekommt man die Auslassungspunkte auch über die Kombination „Alt“ + „0133“ auf der Zifferntastatur. Mac-User haben es mit „Alt“ + „.“ noch einfacher.

Wie ihr in den obigen Beispielen sehen könnt, werden die Auslassungspunkte nur dann ohne Leerzeichen an den Text angeschlossen, wenn dadurch gekennzeichnet wird, dass das vorhergehende Wort unvollständig ist!

Fehlen ganze Wörter oder gar Sätze, werden die Auslassungspunkte durch ein Leerzeichen abgetrennt. Geschieht das wie im dritten Beispiel am Ende des Satzes, zum Beispiel um einen Gedanken offenzuhalten oder den Leser zum Nachdenken anzuregen, muss das Leerzeichen vor den Auslassungspunkten ein geschütztes sein („Alt“ + „255“ unter Windows, „Strg“ + „Umschalt“ + „Leer“ in Word, „Strg“ + „Leer“ in OO und „Alt“ + „Leer“ auf dem Mac). Das soll verhindern, dass bei einem Zeilenumbruch die Auslassungspunkte allein in die nächste Zeile rutschen. Der normale Schlusspunkt am Ende des Satzes entfällt!

Das Neuner-ABC: Was ist das?

Mit dem Neuner-ABC beginne ich eine neue Kategorie auf diesem Blog. „ABC“ heißt es, weil die Artikel, die sich mit sprachlichen Problemen aller Art befassen, sich am Alphabet orientieren. „Neuner“ habe ich es genannt, weil es durch den Duden Band 9 – Richtiges und gutes Deutsch inspiriert ist.

Ich schlage also Band 9 bei dem Buchstaben auf, der an der Reihe ist, und wähle mir ein Problem, das ich dann in einem kleinen Artikel verarbeite.

Quelle: Richtiges und gutes Deutsch : Duden Band 9, Dudenverlag, Mannheim 2005

Eure Fragen, meine Antworten

Vielleicht habt ihr ja meine neue Seite schon entdeckt. Ich habe mir gedacht, ein bisschen Interaktivität kann ja nicht schaden. Und manchmal hat man ja plötzlich ein Problem oder eine Frage, und hätte gern, aus reinem Interesse oder weil es für die Arbeit (Autorentätigkeiten inklusive) sogar wichtig ist, eine kurze Antwort. Sofern es sich dabei um den Bereich des Schreibens oder der Sprache dreht, dann einfach hinklicken und Kommentar schreiben.

Harry Plotter: Die Ploterzählung

Für Harry Planer unterschieden sich die bisherigen Vorbereitungen für sein Romanprojekt nicht sonderlich von seinem früheren Vorgehen. Erst jetzt wird er sich ein bisschen umstellen müssen, kann aber auch hoffen, sich auf diese Weise beim Plotten nicht so sehr zu verzetteln und vom eigentlichen Erzählen der Geschichte wegzubewegen.

Harry Drauflos hingegen sollte die Ploterzählung entgegenkommen. Hat er früher einfach drauflosgeschrieben, ohne genau zu wissen, wo es hingehen soll, hat er nun mit den Notizen zum Konflikt und dem Exposé bereits eine grobe Leitlinie. Das Plotten soll nun aber nicht zu „theoretisch“ werden und sich an seinem bisherigen Schreibverhalten orientieren.

Harry Planer weiß, dass er wie manch anderer Autor, der seine Romane intensiv plant, vor allem ein Problem hat: Seine Schreibarbeit ist überwiegend Komposition, von vorneherein auf die Wirkung beim Leser ausgerichtet. Was durchaus ein Vorteil sein kann, führt bei ihm schnell zu pedantischer Kleinarbeit, zu einem Perfektionismus, der in dieser frühen Phase des Romanschreibens die Kreativität blockieren kann. Zu welchem Zeitpunkt steige ich am besten in den Roman ein, in welcher Reihenfolge platziere ich die Szenen, wähle ich möglicherweise mehrere Perspektiven, Handlungsstränge, Zeitebenen, mit welchen Stilmitteln erzeuge ich die beste Wirkung beim Leser, …? Diese und viele weitere Fragen versuchte er schon zu beantworten, bevor er ein Gespür für die Geschichte entwickeln konnte. Wenn es dann beim eigentlichen Schreiben daran ging, die Komposition mit Leben zu füllen, hatte er oft die Geschichte selbst aus den Augen verloren und musste sie sich mühsam wieder aneignen.

Mit der Ploterzählung kann er hoffen, eine Phase einzuschieben, in der er seine Kreativität nicht bändigen muss und an deren Ende er die ganze Geschichte schon einmal komplett erzählt hat.

Als Bauchschreiber hatte Harry Drauflos bisher das Problem, dass er nahezu gar nicht komponiert, sondern eher improvisiert hat. Er hat sich von der Geschichte treiben lassen. Möglicherweise hatte er durchaus den Leser irgendwo im Hinterkopf, aber im Prinzip hat er die Geschichte zunächst einmal nur sich selbst erzählt. Er wäre beinahe geneigt zu sagen, er habe nur das aufgeschrieben, was ihm eine innere Stimme diktiert hat.

Das ging immer mehr oder weniger lange gut. Manchmal hatte er bereits den Schlusspunkt gesetzt, manchmal war es mittendrin, als ihm plötzlich eingefallen ist, dass es da noch den Leser gibt. Plötzlich traute er dem Geschriebenen nicht mehr. Nicht immer zu Unrecht, denn wenn er sich das Geschriebene durchlas, stellte er fest, dass er manche Frage, die er am Beginn des Romans aufgeworfen hatte, im Schreibprozess völlig aus den Augen verloren hatte. Oder dass seine Hauptfigur im Verlauf des Romans zu einer anderen geworden war, ohne dass sich dafür ein nachvollziehbarer Grund finden ließ. Irgendwo mitten in der Geschichte war plötzlich eine Figur aufgetaucht, die ihm so imponiert hatte, dass sie mehr und mehr Raum gewann und die eigentliche Hauptfigur in den Hintergrund drängte. Dann wechselte natürlich auch der Hauptkonflikt und es ging plötzlich um etwas ganz anderes als vorher, weshalb Harry die Geschichte auch nicht zu einem befriedigenden Ende führen konnte.

Sich in einer solchen Phase zu motivieren, das Geschriebene zu strukturieren, es in ein Konzept zu pressen, was meist auch bedeutet, sich von Liebgewordenem zu trennen, ist nicht leicht.

Das Besondere und Neue an der Ploterzählung ist für beide Harrys, dass sie (sich selbst) alles, was in und rund um ihren Roman geschieht, in lockerer, chronologischer Form erzählen. Es ist sozusagen ein Bauchschreiben in Notizen. Ein Zwischenschritt zwischen Exposé und Rohmanuskript. Er macht sowohl dem Planer als auch dem Bauchschreiber viele Zusammenhänge deutlicher, die sonst oft einen Zwiespalt zwischen dem Geplanten und der Ausführung darstellen, er verzeiht es leichter als ein Rohmanuskript, wenn mit dem Schreiber mal die Pferde durchgehen und er bietet eine vorläufige Übersicht über das zu schreibende Gesamtmanuskript.

Um die zu gewähren, ist es vorteilhaft, hinter jedem Satz einen Absatz zu machen. So werden die einzelnen Sätze zu eigenen Einheiten, die man beim späteren Plotten leicht neu anordnen kann. Denn, um es noch einmal zu betonen:

Nicht alles, was einem jetzt so in den Sinn kommt, soll ins spätere Manuskript!

Möglicherweise setzt das Manuskript viel später an als die Ploterzählung, weil diese eben auch die Vorgeschichten erzählt, die dem Autor die Zusammenhänge noch einmal vor Augen führen sollen. Es ist, als würde man einem Dritten erzählen, was in einem Buch (oder einem Film) geschieht. Selbst wenn dort erst nach und nach verraten wird, wer der Protagonist ist, was ihn zu dem gemacht hat, der er ist, und wie es zu den Verstrickungen in der Geschichte kommen kann, wird man für einen Dritten beim Nacherzählen meist etwa so beginnen:

„Lothiel ist ein 15-jähriges Mädchen, das gemeinsam mit ihren Eltern auf einem abseits gelegenen Hof lebt. Ihr Vater war früher Bogenschütze in einem vergangenen Krieg, ihre Mutter Heilerin. Beide hatten genug von Krieg und Tod und haben sich auf das Gehöft zurückgezogen, auf dem Lothiel nun aufwächst …“

Auch die übrigen Aspekte der Romankomposition fallen jetzt noch nicht ins Gewicht. Ob etwas später im Haupthandlungsstrang, in einer Nebenhandlung, aus Sicht des Protagonisten oder einer Nebenfigur, in einer ausführlichen Szene, gerafft oder als Rückblende erzählt wird, darüber machen sich die beiden Harrys in diesem Schritt noch keinen Kopf.

Und so könnte dann ein Teil der Ploterzählung aussehen:

Otto Normal ist auf dem Weg, den er sich immer erhofft hat.

Zwar verdient er sich bisher erst kleine Brötchen in einer Online-Redaktion, doch die ersten Schritte zum professionellen Journalismus sind gemacht.

Für eine große regionale Zeitung schreibt er immerhin schon hin und wieder Kolumnen und der Chefredakteur ist überzeugt von ihm.

Außerdem schreibt er an einem Roman.

Einen Krimi, in dem es um einen Mord aus Eifersucht geht.

Otto wird Mitglied in einem Internetforum für junge Autoren.

An einem Samstag hat er ein bisschen Zeit, um sich in dem Forum genauer umzuschauen.

Er trifft auf das Profil von Lea Lieblos.

Sie macht auf ihn einen sehr lebenslustigen Eindruck.

Auch ihr Humor fasziniert ihn.

Er entdeckt einen Link zu ihrem Blog, auf dem sie auch Fotos von sich ausgestellt hat.

Lea scheint etwa in seinem Alter zu sein und sieht aus wie eine brünette Marilyn Monroe.

Er ist hin und weg

So schreiben die beiden Harrys ihr Rohmanuskript in Stichpunkten. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Bauchschreiben, aber eben dennoch auf einer leicht abstrahierenden Ebene. Wie detailreich man dabei vorgeht, wird vom jeweiligen Schreiber abhängen.

Wichtig ist aber, dass man die Geschichte auf diese Weise zu Ende schreibt und erst danach mit dem Strukturieren und Komponieren beginnt.

Dieser strukturierte Plot ist dann das Drehbuch für die Rohversion. Und das ist beim weiteren Schreiben sicher manchem mit all seinen kompositorischen Wendungen bereits so ins Blut übergegangen, dass es nur noch als Orientierung dienen muss.

Harry Plotter – Vorstellung

Stellen wir uns zwei junge Autoren vor. Überraschenderweise heißen beide Harry mit Vornamen, der eine jedoch mit Nachnamen Planer, der andere Drauflos.

Harry Planer hat bereits einen fertigen Roman in der Schublade. Schon diesen hat er sorgfältig geplottet. Ein bisschen zu sorgfältig vielleicht, denn als es endlich ans Schreiben ging, hatte er ein wenig den Bezug zu seiner Geschichte verloren, den er erst mühsam wieder herstellen musste. Nun will er sich in einer Methode versuchen, die sein Plotten effizienter und näher am späteren Schreiben gestaltet.

Harry Drauflos hat diverse angefangenen Manuskripte in der Schublade. Zwar hat er gehört, dass es auch unter den erfolgreicheren Autoren viele Bauchschreiber gibt, aber er hat nach einer Weile immer das Gefühl, sich hoffnungslos zu verfransen. Erste Versuche, im Voraus zu planen, haben ihn nicht weitergebracht, weil es seine Kreativität eher heruntergefahren hat und er nie ein Gefühl für die Geschichte entwickeln konnte. Für sein nächstes Projekt ist ihm aber eine Methode zu Ohren gekommen, die ihm möglicherweise entgegenkommt.

Unsere beiden Autoren nehmen sich jetzt ein bisschen Zeit um ihre Ideen sprießen zu lassen und wir werden nächste Woche sehen, wie weit sie damit gekommen sind.

Der lehrreiche Roman

Mancher Autor kann sich offenbar nicht entscheiden: Will er einen Roman, ein Sachbuch oder gar ein Lexikon schreiben. Ist aber kein Problem, die Lösung ist einfach: Schreib alles zusammen!

Da werden dann munter Begriffe erklärt, während einer eher langweiligen Romanpassage die Wissensvorräte zur Tier- und Pflanzenwelt ausgepackt und in eine vielleicht sogar zu spannende Szene wird ein Exkurs in die Modewelt des 17. Jahrhunderts eingebettet. Schließlich gilt es, nicht allein eine Geschichte zu erzählen, sondern als Autor mal zu zeigen, was man sonst noch so alles auf dem Kasten hat. Und welcher Leser fühlt sich beim Lesen nicht gern auf die Schulbank zurückversetzt?

Ich vermute, selbst die Leser, die dem Lesen neben einem Unterhaltungswert auch ein bildendes Element zubilligen oder gar abverlangen, werden diesem Gattungskreuzer nicht lange folgen. Es wird ihrem Lesevergnügen allzu abträglich sein, wenn die Geschichte ständig von einem besserwisserischen Autor verdeckt wird. Selbst wenn der sie halbwegs damit amüsieren sollte, dass er mit seinem eitel vorgetragenen Wissen unfreiwillig nur seine Wissenslücken auf den Tisch packt.

Zu einer guten Geschichte gehört auch ein gutes Maß an Recherche. Tatsächlich sind es oft viel mehr Kleinigkeiten, die wir vielleicht zunächst glauben, so nebenbei aus dem Ärmel zu schütteln, die dem Leser ins Auge stechen könnten. In jedem Fall dient aber die Recherche, nebst allem Wissen, das schon vorher in uns steckte, der Geschichte und nicht umgekehrt. All die Fakten, die wir uns angeeignet haben, sind das Fundament der Geschichte, nicht das Wohnzimmer. Der Besucher unserer Geschichte soll ihre sichernde Anwesenheit spüren, sie aber nicht ständig unter die Nase gerieben bekommen.

Andernfalls sollten sich Autor und Leser gleich auf das Sachbuch einigen.

Mancher Autor kann sich offenbar nicht entscheiden: Will er einen Roman, ein Sachbuch oder gar ein Lexikon schreiben. Ist aber kein Problem, die Lösung ist einfach: Schreib alles zusammen!
Da werden dann munter Begriffe erklärt, während einer eher langweiligen Romanpassage die Wissensvorräte zur Tier- und Pflanzenwelt ausgepackt und in eine vielleicht sogar zu spannenden Szene wird ein Exkurs in die Modewelt des 17. Jahrhunderts eingebettet.
Schließlich gilt es, nicht allein eine Geschichte zu erzählen, sondern als Autor mal zu zeigen, was man sonst noch so alles auf dem Kasten hat. Und welcher Leser fühlt sich beim Lesen nicht gern auf die Schulbank zurückversetzt?
Ich vermute, selbst die Leser, die dem Lesen neben einem Unterhaltungswert auch ein bildendes Element zubilligen oder gar abverlangen, werden diesem Gattungskreuzer nicht lange folgen. Es wird ihrem Lesevergnügen allzu abträglich sein, wenn die Geschichte ständig von einem besserwisserischen Autor verdeckt wird. Selbst wenn der sie halbwegs damit amüsieren sollte, dass er mit seinem eitel vorgetragenen Wissen unfreiwillig nur seine Wissenslücken auf den Tisch packt.
Zu einer guten Geschichte gehört auch ein gutes Maß an Recherche. Tatsächlich sind es oft viel mehr Kleinigkeiten, die wir vielleicht zunächst glauben, so nebenbei aus dem Ärmel zu schütteln, die dem Leser ins Auge stechen könnten. In jedem Fall dient aber die Recherche, nebst allem Wissen, das schon vorher in uns steckte, der Geschichte und nicht umgekehrt. All die Fakten, die wir uns angeeignet haben, sind das Fundament der Geschichte, nicht das Wohnzimmer. Der Besucher unserer Geschichte soll ihre sichernde Anwesenheit spüren, sie aber nicht ständig unter die Nase gerieben bekommen.
Andernfalls sollten sich Autor und Leser gleich auf das Sachbuch einigen.

Mir fehlt die Zeit

Gerade Autoren, die schon ein Buch geschrieben haben, bekommen immer wieder zu hören: „Ich würde ja auch gern einen Roman schreiben, aber mir fehlt die Zeit dazu.“

Nun ist das für den Autor, der sich das anhören muss, nicht gerade schmeichelhaft, bedeutet es doch, er habe bis zu dem Zeitpunkt, an dem er mit dem Schreiben begonnen hat, offenbar nicht gewusst, wo er mit all seiner freien Zeit hinsollte. Dabei sind die meisten Autoren auf ein Haupt- oder wenigstens Nebeneinkommen angewiesen, das ihnen das Schreiben finanziert. Und selbst die, die erfolgreich genug sind, um vom Schreiben zu leben, waren das nicht von Anfang an.

Tatsächlich gilt in diesem einen Fall, sofern es eben nicht nur so dahingesagt ist, die Antwort: „Wer wirklich will, der kann!“

Natürlich bedeutet das, dass man sich Zeit zum Schreiben eventuell erst freischaufeln, organisieren muss, und es bedeutet noch mehr, dass man in dieser Zeit auch regelmäßig schreiben muss. Organisation und Disziplin sind also gefragt. Doch wenn man nur jeden Tag eine Seite schreibt, hat man nach einem Jahr einen 365 Seiten starken Roman.

Vielleicht gilt es, täglich eine Stunde früher aufzustehen oder eine Stunde später ins Bett zu gehen. Möglicherweise muss man eine der bisherigen Freizeitbeschäftigungen einschränken oder ihr für eine Weile ganz entsagen. Oder man steigt für den täglichen Weg zur Arbeit auf öffentliche Verkehrsmittel um und nutzt die Fahrzeiten, um zu schreiben.

Es wird keiner bestreiten, dass die individuellen Rahmenbedingungen, um einen Roman zu schreiben, für den einen weniger optimal sind als für den anderen. Doch mit dem nötigen Ehrgeiz, der für ein solches Projekt ohnehin vonnöten ist, sollte es jedem möglich sein, sich etwas Zeit zu erplanen. Die wirklichen Probleme, die einen Romanschreiber erwarten, liegen meist erst dahinter.