Figurenkarussell

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

Vom Schreibtisch
(Foto: © sukiyaki)

Unterschiedlicher könnten die Protagonisten kaum sein, die momentan mein Lektorenleben bereichern. Da ist das junge Mädchen, dem man übel mitspielt. Wird es sich befreien oder gar an seinen Peinigern rächen? Und der junge Mann, der die Güter seines toten Vaters zurückerobern will? Wird er seine mächtigen Gegner besiegen können? Dann der Journalist, von dem ich noch kaum etwas weiß, der aber angedeutet hat, dass er einer heißen Story auf der Spur ist. Und schließlich ist da noch die engagierte Frau, die alles tun will, um ihre Beziehung zu retten, selbst wenn sie dazu die legalen Wege verlassen muss.

Wo soll das nur alles hinführen?

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Oldies: Frau stirbt aus

Oldies, Foto: Nejron Photo

© Nejron Photo

Dass man heutzutage kaum noch jemanden von (s)einer Ische sprechen hört, scheint mir nicht unangemessen, hat der Begriff mit der Zeit doch eine gewisse abwertende Konnotation erhalten. Dabei stammt er einfach nur vom hebräischen Wort Ischa (Frau) ab. Gemeint ist mit einer Ische eine junge Frau oder gar ein Mädchen aus der Sicht eines männlichen Jugendlichen.

Der Begreifler über den Backfischroman

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Obwohl sie ihre Blütezeit etwa von 1850-1930 hatten, werden sie in ähnlicher Form auch heute noch geschrieben und vorwiegend von jungen Mädchen gelesen. Romane, in denen es um die Entwicklung junger Protagonistinnen geht, mit denen sich die Leserinnen identifizieren sollen. Heute nennt man sie einfach Mädchenroman, früher – so erklärt das Sachwörterbuch der Literatur* – nannte man so etwas einen Backfischroman, der meist in einem Pensionat oder einem Heim, angesiedelt war. Klassischer Vertreter: Der Trotzkopf von Emmy von Rhoden.

Emmy von Rhodan, Der Trotzkopf, Arena

*Gero von Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur, Stuttgart 1989

Social-Media-Aggro

Forscher stellen zunehmende Aggressivität in der Sprache vor allem junger Mädchen fest. Ob die Ursachen tatsächlich in Facebook, Twitter und Co liegen, darüber ist man sich nicht einig.

Tagesanzeiger

Kinder der Nacht

Eltern, die einen Hang zur Dunkelheit verspüren, sollten ihre Tochter vielleicht Leila oder auch Laila nennen. Der weibliche Vorname arabischen Ursprungs, das verrät uns das Duden-Lexikon der Vornamen, bedeutet „Dunkelheit, Nacht“.