Der Taschenrechner in TextMaker

Du schreibst gerade an einem wichtigen Text in TextMaker und musst  unbedingt wissen, was 328*225 ergibt? Blöderweise hast du keinen Taschenrechner zur Hand? Kein Problem!

Tipp die Rechnung einfach in dein Dokument, also: 328*225. Jetzt markierst du die Rechnung und drückst die Taste „F8“. Sofort erscheint das Ergebnis.

Das funktioniert natürlich auch bei allen anderen einfachen Rechenaufgaben. Und man kann auch mehrere Grundrechenarten zu einer Rechnung verknüpfen, wobei die Regel Punkt- vor Strichrechnung beachtet wird (3+3*3=12). Nur darauf achten, dass die Rechnung keine Leerzeichen enthält.

Werbeanzeigen

Seite 61 von 82

Seite 61 von 82Um in OpenOffice.org Writer in einem Dokument nicht nur die einfachen Seitenzahlen einzufügen, sondern sie in ein Verhältnis zur Gesamtzahl der Seiten des Dokuments zu setzen („Seite 61 von 82“, „61/82“), benötigt es nur wenige Schritte.

Zunächst entscheidet man sich, ob man die Seiten in der Kopf- oder der Fußzeile anzeigen lassen will und erstellt eine solche, falls noch nicht geschehen (Einfügen – Kopfzeile bzw. Einfügen – Fußzeile). Nun klickt man in die Zeile und stellt je nach Bedarf und Geschmack linksbündig, zentriert oder rechtsbündig ein.

Anschließend schreibt man Seite, tippt ein Leerzeichen und fügt danach den Felbefehl Seitennummer ein (Einfügen – Feldbefehl – Seitennummer). Es folgt nach einem weiteren Leerzeichen das Wörtchen von und wieder ein Leerzeichen. Wie zuvor fügt man wieder einen Feldbefehl ein, diesmal allerdings Gesamtzahl der Seiten.

Alternativ geht natürlich auch Seitennummer/Gesamtzahl der Seiten.

Bis in Atemnot

Am Sonntag beginnt die Fußball-WM der Frauen. Und ich gehe mal davon aus, dass sich die meisten im Auftaktspiel der Deutschen ein Ergebnis wünschen, das so oder so ähnlich aussieht:

Deutschland – Kanada 3 : 0

Ausgesprochen würden wir sagen: Deutschland gegen Kanada. Statt des „gegen“ steht da nun ein Strich. Doch was passiert im folgenden Beispiel?

Sie werden 2–3 Tore schießen.

Richtig, da fehlen plötzlich zwei Leerzeichen. Denn sowohl „gegen“ als auch „bis“ können durch einen Strich ausgedrückt werden, der formal dem Gedankenstrich entspricht. Bei „gegen“ wird er von Leerzeichen umschlossen, bei „bis“ ohne Zwischenraum gesetzt.

Es muss allerdings dazugesagt werden, dass die DIN 5008 für Arbeiten im Büro- und Verwaltungsbereich in beiden Fällen die Leerzeichen verlangt.

Das bis-Zeichen muss durch „bis“ ersetzt werden, wenn es am Ende oder am Anfang der Zeile stehen würde. Außerdem ist es nicht zulässig, wenn „bis“ in Verbindung mit „von“ auftritt:

Sprechstunde: 9–11 Uhr
Sprechsstunde von 9–11 Uhr
Sprechsstunde von 9 bis 11 Uhr

Mal was auslassen

Der Abend gestern war echt sch…

„Wenn du willst, kann ich …“, sagte er, bevor ich ihn unterbrach.

Und wenn sie nicht gestorben sind …

Die sogenannten Auslassungspunkte machen immer wieder Probleme. Zunächst einmal sind es nicht drei einzelne Punkte, sondern sie stellen gemeinsam ein Satzzeichen dar. Das lässt sich überprüfen, indem man den Cursor vor die Punkte setzt. Geht man jetzt mit den Pfeiltasten eine Stelle nach rechts, muss der Cursor hinter den drei Punkten stehen:

drei einzelne Punkte: …

Auslassungspunkte: …

Die Voreinstellung in Word ist, dass drei Punkte automatisch durch Auslassungspunkte ersetzt werden (Autokorrektur-Optionen). Gleiches gilt für OpenOffice. Bei OO ist allerdings das Problem, dass das nur funktioniert, wenn vor und nach den drei Punkten ein Leerzeichen steht. Bei Sch… bleiben die drei Punkte drei Punkte.

Word verwendet außerdem die Tastenkombination „Strg“ + „Alt“ + „.“ (Punkt) für die Auslassungspunkte und natürlich lassen sich auch in anderen Textprogrammen Tastaturkombinationen dafür abspeichern.

Nötig ist das nicht, denn über Windows bekommt man die Auslassungspunkte auch über die Kombination „Alt“ + „0133“ auf der Zifferntastatur. Mac-User haben es mit „Alt“ + „.“ noch einfacher.

Wie ihr in den obigen Beispielen sehen könnt, werden die Auslassungspunkte nur dann ohne Leerzeichen an den Text angeschlossen, wenn dadurch gekennzeichnet wird, dass das vorhergehende Wort unvollständig ist!

Fehlen ganze Wörter oder gar Sätze, werden die Auslassungspunkte durch ein Leerzeichen abgetrennt. Geschieht das wie im dritten Beispiel am Ende des Satzes, zum Beispiel um einen Gedanken offenzuhalten oder den Leser zum Nachdenken anzuregen, muss das Leerzeichen vor den Auslassungspunkten ein geschütztes sein („Alt“ + „255“ unter Windows, „Strg“ + „Umschalt“ + „Leer“ in Word, „Strg“ + „Leer“ in OO und „Alt“ + „Leer“ auf dem Mac). Das soll verhindern, dass bei einem Zeilenumbruch die Auslassungspunkte allein in die nächste Zeile rutschen. Der normale Schlusspunkt am Ende des Satzes entfällt!

Gedanken verbinden

Vergiss nicht, dass du noch H-Milch kaufen sollst!

Er kaufte die Milch – es war H-Milch – im Supermarkt.

Die H-Milch wird mit einem Bindestrich geschrieben, während wir den Einschub „es war H-Milch“ durch Gedankenstriche vom restlichen Satz abtrennen. Zwar könnten statt der Gedankenstriche auch Kommata stehen, aber das soll hier nicht das Thema sein.

Typografisch verwendet man für den Binde- und Gedankenstrich nicht dasselbe Zeichen.

Für den Bindestrich verwendet man den sogenannten Viertelgeviertstrich. Der heißt so, weil er nach einer Maßeinheit aus der Zeit des Bleisatzes eben ein Viertelgeviert lang ist (Geviert bei Wikipedia). Er stellt für uns kein Problem dar, weil er auf der Computertastatur vorhanden ist.

Der Gedankenstrich wird aber mit einem Halbgeviertstrich wiedergegeben, den wir auf der Tastatur vergeblich suchen. Mancher hilft sich also mit einem Bindestrich aus, was strenggenommen ein Fehler ist.

Zunächst einmal ist auf jeden Fall zu beachten, dass der Gedankenstrich im Unterschied zum Bindestrich von Leerzeichen eingefasst wird.

Bei einigen Textprogrammen wie etwa Word oder OpenOffice.org gibt es die Voreinstellung, dass ein Bindestrich, der in Leerzeichen eingefasst ist, sich automatisch in einen Gedankenstrich umwandelt. Bei diesen Textprogrammen lässt sich das dann meist über die Autokorrektureinstelleungen an- oder abstellen.

Außerdem gibt es häufig eine vom Textprogramm vorgegebene Tastenkombination für das manuelle Erzeugen eines Gedankenstrichs. So führt bei Word gleichzeitiges Drücken der „Alt“- und der „Minustaste“ auf dem Ziffernblock zum gewünschten Ergebnis. Gleiches gilt zum Beispiel für Textmaker. Bei OpenOffice und anderen kommt man zum Gedankenstrich, indem man zwei Bindestriche „–“ hintereinandersetzt.

Findet man keine derartige Möglichkeit oder will man einfach nicht für jedes Programm umdenken, nutzt man die Tastenkombination, die das Betriebssystem bereithält, im Falle von Windows „Alt“ plus die Ziffernfolge „150“ auf dem Ziffernblock (wie in diesem Blogartikel). Für die Tastaturbelegungen auf anderen Systemen bitte im Wikipedia-Artikel nachlesen.

Wichtig: In der Textverarbeitung wird der Gedankenstrich mit einem geschützten Leerzeichen an den Teil des Satzes gebunden, den er abgrenzt, um eine Trennung am Zeilenende zu verhindern. In unserem Fall also an „es war H-Milch“.

Ein geschütztes Leerzeichen erzeugt man beispielsweise in Word und den aktuellen OpenOffice.org-Versionen durch „Strg“+“Umschalt“+“Leertaste“. Über Windows durch die Tastenkombination „Alt“ plus die Ziffernfolge „255“ auf dem Ziffernblock.  Für weitere Möglichkeiten mit anderer Software bitte in diesen Wikipedia-Artikel schauen.

Doppelte Leerstellen

Es geht ganz schnell und schon hat man einmal zu oft die Leertaste gedrückt. Im Schreibprogramm fällt das meist gar nicht so ohne Weiteres auf. Selbst beim Überarbeiten übersieht man die überzähligen Leerzeichen schnell.

Abhilfe schafft hier das Zuschalten der Formatierungszeichen, die nur im Programm angezeigt werden und nicht etwa auf einem Ausdruck zu sehen sind. Lässt man die Leerzeichen anzeigen, wird jedes Leerzeichen mit einem Punkt markiert. Wo zwei (oder mehr) Punkte angezeigt werden, ist (mindestens) einer zu viel.

Zu finden sind die Formatierungszeichen in der Regel über die Optionen des Schreibprogramms. So zum Beispiel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) in

  • Word:
    Extras – Optionen – Ansicht – Formatierungszeichen: Häkchen bei Leerzeichen,
  • Open Office:
    Extras – Optionen – OpenOffice.org Writer – Formatierungshilfen: Häkchen bei Leerzeichen,
  • TextMaker:
    Weiteres – Einstellungen – Ansicht – Nichtdruckbare Zeichen anzeigen: Häkchen bei Leerzeichen.

Schön und gut, aber wer hat Lust, bei der Überarbeitung eines langen Textes unendlich viele Punkte zu zählen?
Glücklicherweise ist das nicht nötig, denn es gibt einen kleinen Trick:

In den meisten Schreibprogrammen findet man über das Menü „Bearbeiten“ zum Befehl „Ersetzen“ (Open Office: „Suchen & Ersetzen“). Gibt man nun im Feld „Suchen“ zwei Leerstellen ein und im Feld „Ersetzen“ nur eine, dann lassen sich alle doppelten Leerzeichen mit minimalem Aufwand ersetzen. Wer ein bisschen mutig ist, kann auch gleich auf „Alle ersetzen“ klicken.