Nachbarschaftliches: Scheißtag

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

© zooropa

In der neuen Kategorie „Nachbarschaftliches“ will ich zukünftig einen Blick über den Zaun in unsere deutschprachigen Nachbarländer werfen.

Und ich beginne mit „Scheißtag“, einem Begriff, der, wie man glauben möchte, wohl keinerlei Übersetzungshilfe braucht. Doch was fand ich in einem Wörterbuch, das mir meine liebe Freundin aus Wien vor einigen Tagen schenkte? In Österreich ist der Begriff gleichzeitig mit einem historischen Datum verknüpft:

Scheißtag: der 29. Dezember, an dem die bäuerlichen Dienstboten das nacharbeiten mussten, was sie während des Jahres durch das Verrichten der Notdurft versäumt hatten (steir.)

Wörterbuch Österreichisch-Deutsch, 21. Auflage, Residenz Verlag, St. Pölten 2011

Tatsächlich findet sich der Eintrag auch bei Wikipedia.

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Leser gefragt

Auf Lovelybooks sind zum dritten Mal die Leser gefragt, über ihre Lieblingsbücher abzustimmen. In zehn Kategorien kann beim Leserpreis 2011 aus den nominierten Büchern gewählt werden.

Ein bisschen Leere für die Übersicht

Wer Blogartikel schreibt, sollte daran denken, dass lesen am Bildschirm die meisten Leser weit mehr anstrengt als das Lesen gedruckter Texte. Selbst auf Plattformen, die für Leser konzipiert sind, gibt ein Großteil der User an, vor übermäßig langen und/oder unübersichtlichen Texten zurückzuschrecken. Ist schon im Printbereich eine gute Gliederung wichtig, wird sie für Online-Texte geradezu essentiell.

Für den Blogger bedeutet das, sich in dieser Hinsicht nicht an gedruckten Texten zu orientieren, sondern einen geschärften Sinn für die optische Präsentation des Textes zu entwickeln.

Das gilt vor allem für Absätze. Während man im Printbereich Texte nicht allzu sehr zerstückeln sollte, darf der Online-Texter lieber einen Absatz zu viel als einen zu wenig einfügen. Auch hilft es mehr, als es schadet, diese Absätze durch Leerzeilen voneinander abzusetzen. Bei manchen Bloganbietern wie etwa WordPress wird diese Leerzeile automatisch gesetzt.

Je länger der Text wird, desto sinnvoller wird es, über weitere Möglichkeiten der Auflockerung nachzudenken. Einige davon sind:

  • Zwischenüberschriften
  • Bilder
  • Listen
  • abgesetzte Textteile etwa mithilfe der Zitatfunktion
  • sonstige Einrückungen
  • Textauszeichnungen wie fett oder kursiv

Überflüssig, zu erwähnen, dass auch der Blogleser bei der Verwendung dieser Möglichkeiten eine gewisse Nachvollziehbarkeit erwartet.

Von Tags, Labels und Kategorien

Häufig sehe ich bei Blogs, dass die Autoren offenbar Schwierigkeiten damit haben, was sie mit den Tags auf der einen Seite, Kategorien bzw. Labels auf der anderen Seite anfangen sollen.

Tags sind Schlagworte, die im Wesentlichen Lesern und Suchmaschinen die Suche nach bestimmten Begriffen erleichtern sollen. Tagge ich diesen Artikel mit dem Begriff Tag, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand der nach eben diesem Begriff sucht, meinen Artikel findet, deutlich höher.

Was für den Sucher sehr nervig sein kann, wird den Blogger nicht stören: Natürlich führt jede Suche nach dem Wort zum gleichen Ergebnis, auch wenn eine der vielen anderen Bedeutungen des Homonyms gemeint ist.

Ein Tag kann also weit mehr als nur die direkten Interessenten zum Blogartikel führen. Ob die dann dennoch bleiben, ist eine andere Frage. Und natürlich gilt, je mehr Schlagworte man verwendet, desto mehr Potenzial hat der Artikel, gefunden zu werden. Ob es allerdings sinnvoll ist, potentielle Leser zu verärgern, indem die Schlagworte bestenfalls am Rande etwas mit dem Inhalt zu tun haben, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Abgesehen davon kann das Taggen leicht in anstrengende Arbeit ausarten, wenn man es übertreibt.

Manche Blogcommunitys wie etwa WordPress nutzen die Verschlagwortung weitergehend, andere bieten sie gar nicht an. Klickt ihr auf einen der Tags unterhalb dieses Artikels, listet euch WordPress beispielsweise alle aktuellen Artikel der Community auf, die ebenfalls dieses Schlagwort verwenden. Auch können WordPress-User frei wählbare Tags abonnieren und sich so über gewisse Themen ständig auf dem Laufenden halten.

Kategorien, die anderswo, beispielsweise bei Blogspot, Labels heißen, werden von technischer Seite häufig wie Tags behandelt. Wenn ich also meinem Artikel hier eine Kategorie zuteile, ist das im Grunde genommen nur ein weiterer Tag.

Innerhalb des Blogs hat sie aber eine andere Funktion: Sie ermöglicht eine übersichtliche Zuordnung der Artikel. Ich kann beliebig viele Artikel einer Kategorie zuordnen bzw. neue Artikel einer bereits bestehenden Kategorie hinzufügen.

So werde ich für diesen Artikel die Kategorie „Bloggertipps“ erstellen, der ich zukünftig alle Artikel zuordnen werde, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen. Diejenigen Leser, die sich ausschließlich oder vorrangig für dieses Thema interessieren, können so über das Menü oben oder die entsprechenden Widgets in Seiten- und Fußleiste ganz gezielt nur die Artikel dieser Kategorie aufrufen.

Je nach Blogsystem lassen sich die Kategorien weiter in Unterkategorien unterteilen, sodass sich der gesamte Bloginhalt über ein übersichtliches Verzeichnis abrufen lässt.

Hilfe für Autoren

Seit Anfag des Monats gibt es einen neuen Schreibratgeber im Internet, der sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene richtet.

Im Auftrag von mySTORYs führe ich ein neues Weblog mit dem Titel „Hilfe für Autoren“ .

Immer zum Anfang des Monats gibt es dort zwei neue Artikel, die sich mit Themen rund ums Schreiben und Veröffentlichen befassen.

Auf diesem Blog hier werde ich daher, wenn die Reihe „Harry Plotter“ abgeschlossen ist, die Kategorie „Rat mir mal“ zwar weiterführen, mich aber mehr auf andere Themen konzentrieren.