Job-Oldies: Ebenist

Job-Oldies, Foto: Condor 36

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Was könnte ein Ebenist wohl getan haben? Nun, jedenfalls lässt sich dieser Beruf aus seiner Bezeichnung ableiten. Der Ebenist hat allerdings nicht dafür gesorgt, dass hügelige Gegenden eben gemacht wurden, war er doch nicht im Straßenbau tätig.

Nein, der Ebenist war Kunsttischler, wie unter anderem „Das Lexikon der untergegangenen Berufe“* verrät. Die Bezeichnung leitet sich von den wertvollen Hölzern ab, die der Ebenist verarbeitete (frz. ébène, Ebenholz). Mehr zu ihm findet man auch bei Wikipedia.

*Rudi Palla, Das Lexikon der untergegangenen Berufe, Augsburg 2000, S. 73

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Oldies: Mit der Gabel

Oldies, Foto: Nejron Photo

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Gabelfrühstück gehört zu den Wörtern, die ich persönlich, wenn ich mich nicht sehr täusche, noch nie aus irgendeinem Mund vernommen habe. Ich habe also nur davon gelesen. Falls du das Wort bisher gar nicht kanntest: Es bezeichnet schlicht und ergreifend ein zweites Frühstück.

Wie du richtig vermutest, nannte man es so, weil es (ursprünglich) mit einer Gabel eingenommen wurde. Genauer erklärt Wikipedia, „da man im Stehen einzelne Häppchen mit der Gabel aufnahm“. Gabelfrühstück ist demnach offenbar eine Lehnübersetzung des Französischen déjeuner à la fourchette, was allerdings „Mittagessen mit einer Gabel“ bedeutet, ein Essen also, das man um die Mittagszeit isst, das aber nicht die eigentliche Hauptmahlzeit darstellt.

Das Neuner-ABC: à

„à“ ist eine Präposition, die wir aus dem Französischen  übernommen haben und als Synonym zu „zu“ verwenden. Das dürfte den meisten bekannt sein.

Ich habe drei Kisten Bier à zwanzig Flaschen gekauft.
Ich habe drei Kisten Bier zu (je) zwanzig Flaschen gekauft.

„à“ wird in der Kaufmannssprache verwandt. Was aber weniger bekannt sein dürfte, gerade weil es für Entlehnungen aus dem Französischen eher ungewöhnlich ist: Abseits der Kaufmannssprache gilt die Präpositon im Deutschen als umgangssprachlich.

Das Neuner-ABC: Was ist das?