Aufgehalst

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

Etymologische Streifzüge
(Foto: © Glenda M. Powers)

Na, da habe ich mir ja was aufgehalst. Jetzt habe ich den Typen wohl ewig am Hals.

Wieso ausgerechnet am oder auf dem Hals? Das lässt sich leicht nachvollziehen, wenn man weiß, dass sich diese Redewendungen darauf beziehen, dass das Joch – sowohl das Zugjoch als auch das Tragjoch – auf dem Hals bzw. Nacken sitzt. Man hat also eine schwere Last am/auf dem Hals.

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

Vorständin steht vor der Anerkennung

Sprache, Foto: olly

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Die Aufsichtsrätin hat es schon hinter sich. Nun steht die Vorständin kurz davor, ihr zu folgen. Denn wie bei T-Online nachzulesen ist, könnte sie Einzug in die nächste Auflage des Duden halten.

Betrunken?

Namen, Foto: Anneka

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Welch ungewöhnlicher Name! Mir jedenfalls ist er noch nie untergekommen: Balbina. Seine Seltenheit könnte, wie schön man den Klang auch finden mag, von der Bedeutung des Namens lateinischer Herkunft herrühren: Lateinisch balbus, -a, -um lässt sich mit „stammelnd, lallend“ übersetzen.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

Unerwünschter Besuch

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

© Glenda M. Powers

Das Schlimmste an seinem Job war, dass ihm seine zänkische Kollegin immer wieder ins Gehege kam.

Obwohl die beiden Personen in dem Beispiel ganz offensichtlich nicht zu Hause sind, wenn sie ihm ins Gehege kommt, legt der Ursprung der Redewendung das nahe, denn sie meint eigentlich, dass sie in sein umzäuntes Grundstück eindringt, also seinen Grund und Boden betritt..

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

Na hoffentlich!

Namen, Foto: Anneka

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Wie wohl bei jedem anderen Namen auch dürfte die Frage, ob Abigail ein schöner Name ist, vom persönlichen Geschmack abhängen. Töchter jedoch, die ihn tragen und sich sicher sein können, dass er bewusst gewählt wurde, sollten ihn erhobenen Hauptes tragen. Hebräischen Ursprungs und aus der Bibel übernommen bedeutet er nämlich „der Vater hat sich gefreut“.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

Tiere als Lehrmeister

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

© Glenda M. Powers

Fabel, entlehnt aus lateinisch fabula „Erzählung, Sage“, bedeutete bis ins 18. Jahrhundert genau das, nicht mehr und nicht weniger. Diese allgemeine Bedeutung ist bis heute in fabeln oder fabelhaft erhalten. Das Lehrhafte kam erst dann nach dem Vorbild der Tierfabeln Äsops, und fortan  bedeutete Fabel „lehrhafte Erzählung“.

Das Verb fabulieren stammt übrigens vom lateinischen fabulari „sprechen, schwatzen, plaudern, fantasieren“.

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

Der Liebe würdig

Namen, Foto: Anneka

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Ein Kind, dessen Eltern es der Liebe für würdig befinden, wird aus diesem Grunde möglicherweise Mabel genannt. Die englische Kurzform von Amabel leitet sich nämlich vom lateinischen amabilis ab, was „liebenswürdig“ bedeutet, wie das Duden Lexikon der Vornamen verrät.

Kinder der Nacht

Eltern, die einen Hang zur Dunkelheit verspüren, sollten ihre Tochter vielleicht Leila oder auch Laila nennen. Der weibliche Vorname arabischen Ursprungs, das verrät uns das Duden-Lexikon der Vornamen, bedeutet „Dunkelheit, Nacht“.

Kräftig bis mächtig

Valentin ist ein Name lateinischen Ursprungs, wie es das Duden Lexikon der Vornamen verrät. Er geht zurück auf den Namen Valentinus, der wiederum vom römischen Beinamen Valens abgeleitet ist. Dieser bedeutet „kräftig, stark, gesund, mächtig“.

Echte Kerle

Echte Kerle sind diejenigen, die den Namen Karl tragen. Oder zumindest sollten sie es einmal werden, wenn es nach ihren Eltern ginge.

Der Vorname stammt nämlich, so verrät es das Duden Lexikon der Vornamen, vom althochdeutschen kar[a]l „Mann, Ehemann“. Entsprechend das mittelniederdeutsche kerle „freier Mann nichtritterlichen Standes; grobschlächtiger Mann, Kerl“.

Ob die Karlas dieser Welt daher mit ihrer weiblichen Form des männlichen Vornamens zufrieden sind, mag ich nicht beurteilen.