Vorständin steht vor der Anerkennung

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Die Aufsichtsrätin hat es schon hinter sich. Nun steht die Vorständin kurz davor, ihr zu folgen. Denn wie bei T-Online nachzulesen ist, könnte sie Einzug in die nächste Auflage des Duden halten.

Nachbarschaftliches: Wichtig zu wissen!

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Wenn dich ein Bekannter aus Österreich anruft und dir ankündigt, er werde dann jetzt mal abbeindln, solltest du ihn nicht  (weil du zu faul bist, nachzuschlagen oder nachzufragen) der Einfachheit halber beglückwünschen. Wenn derjenige sich nämlich erst einmal das Leben genommen hat, ist es zu spät für klarstellende Entschuldigungen.

Propieren gehd üba Stutieren

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Studenten bekommen in entsprechend bezeichneten Veranstaltungen viel vorgelesen, was offenbar ihre Schreibfähigkeiten beeinträchtigt, wie bei Welt Online in diesem Artikel zu lesen ist.

Nachbarschaftliches: Da brennt nichts an

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In der Schweiz lässt man nichts anbrennen. Dort ist das Essen im schlimmsten Fall aaghocket, wie schwiiz.eu verrät.

Denken wir deutsch?

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Werden unser Denken und unsere Wahrnehmung durch unsere Muttersprache geprägt? Können wir womöglich nicht weiter denken, als es die Sprache, die wir seit Kindesbeinen aufgesogen haben, zulässt? Ist die Sprache der Knast, in dem unser Hirn gefangen ist? Denken wir deutsch, italienisch, chinesisch? Oder sind die Denk- und Wahrnehmungsmuster überall auf der Welt unabhängig davon, in welcher Sprache wir sie ausdrücken?

Linguist Guy Deutscher denkt, spricht und erklärt beim Tagesspiegel: Dem Gefängnis der Sprache entfliehen.

Nachbarschaftliches: Scheißtag

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In der neuen Kategorie „Nachbarschaftliches“ will ich zukünftig einen Blick über den Zaun in unsere deutschprachigen Nachbarländer werfen.

Und ich beginne mit „Scheißtag“, einem Begriff, der, wie man glauben möchte, wohl keinerlei Übersetzungshilfe braucht. Doch was fand ich in einem Wörterbuch, das mir meine liebe Freundin aus Wien vor einigen Tagen schenkte? In Österreich ist der Begriff gleichzeitig mit einem historischen Datum verknüpft:

Scheißtag: der 29. Dezember, an dem die bäuerlichen Dienstboten das nacharbeiten mussten, was sie während des Jahres durch das Verrichten der Notdurft versäumt hatten (steir.)

Wörterbuch Österreichisch-Deutsch, 21. Auflage, Residenz Verlag, St. Pölten 2011

Tatsächlich findet sich der Eintrag auch bei Wikipedia.

Der Deutsche und seine Redewendungen

Was durfte ich da neulich in einem Kommentar lesen?

Deutschland hat sich mit den Gastarbeitern und den Traum von billigeren Arbeitsplätzen voll in die Nasse gesetzt.

Umlautung ist eben irgendwie schräg. Und Nesseln? Was ist denn das für ein ausländisches Zeug?

Das Neuner-ABC: à

„à“ ist eine Präposition, die wir aus dem Französischen  übernommen haben und als Synonym zu „zu“ verwenden. Das dürfte den meisten bekannt sein.

Ich habe drei Kisten Bier à zwanzig Flaschen gekauft.
Ich habe drei Kisten Bier zu (je) zwanzig Flaschen gekauft.

„à“ wird in der Kaufmannssprache verwandt. Was aber weniger bekannt sein dürfte, gerade weil es für Entlehnungen aus dem Französischen eher ungewöhnlich ist: Abseits der Kaufmannssprache gilt die Präpositon im Deutschen als umgangssprachlich.

Das Neuner-ABC: Was ist das?

Das Neuner-ABC: Was ist das?

Mit dem Neuner-ABC beginne ich eine neue Kategorie auf diesem Blog. „ABC“ heißt es, weil die Artikel, die sich mit sprachlichen Problemen aller Art befassen, sich am Alphabet orientieren. „Neuner“ habe ich es genannt, weil es durch den Duden Band 9 – Richtiges und gutes Deutsch inspiriert ist.

Ich schlage also Band 9 bei dem Buchstaben auf, der an der Reihe ist, und wähle mir ein Problem, das ich dann in einem kleinen Artikel verarbeite.

Quelle: Richtiges und gutes Deutsch : Duden Band 9, Dudenverlag, Mannheim 2005