Wenn Blicke fliegen …

Ich liebe Geschichten und freue mich, mit und an ihnen zu arbeiten. Aber, das gebe ich zu, manchmal (ganz selten natürlich), wenn ich hier am Schreibtisch sitze und die Vögel zwitschern höre, entgleitet mir ein Blick. Zum Fotoapparat zum Beispiel.

Die Gehzeiten

Ein Blick auf das Meer verrät es uns: Die Zeiten gehen dahin. Glücklicherweise hatten wir bisher immer noch ein neues Jahr in Reserve. So auch diesmal. Und so wünsche ich euch ein frohes und fröhliches 2012, in dem sich das korrigieren lässt, was bisher schiefgelaufen ist.

Neujahr am Strand

© Maria Dryfhout

Plappermäulige Blicke

Hoffend sah ich sie an. Sie warf mir einen vielsagenden Blick zu und mir wurde ganz heiß.

In der Regel sagt so ein vielsagender Blick nur eines: Hier weiß jemand den Blick nicht zu deuten oder sich nicht auszudrücken. Im günstigsten Fall ist es die Figur, in den weitaus meisten Fällen ist es leider der Autor. Vor allem in den Texten von Schreibanfängern tummeln sich die vielsagenden Blicke an jeder Ecke. Dieses Geschnatter und Geplapper ist kaum auszuhalten. Mal ein vielsagender Blick wäre ja noch in Ordnung. Auf die Dauer kann man vom Autor aber durchaus verlangen, sich ein bisschen mehr Mühe zu geben, einerseits der Abwechslung wegen, andererseits, weil ein Blick eben so viel mehr (und Subtileres) sagen kann als viel.

Übrigens sind tiefgründige Blicke meist nicht weniger oberflächlich. Und auch ein hintergründiges Lächeln sollte nicht ständig in den Vordergrund gerückt werden.