Oldies: Behuf

Der Begriff stammt nicht etwa aus der Fachsprache der Reiter, sondern aus der Amtssprache. Er bedeutet „Zweck, Erfordernis“ und gehört zum althochdeutschen bihoubida „Erwartung“ und dem mittelhochdeutschen behuof „das zu einer Sache Nötige“. Aus dem Englischen kennen wir behoof „Nutzen, Vorteil“.

Mag uns der Behuf in der Amtssprache noch hin und wieder begegnen, dürfte die entsprechende Präposition (mit Genitiv) behufs „zwecks, zum Zwecke“ praktisch ausgestorben sein. Erklärt doch einmal eurem Arbeitgeber:

Behufs eines Hausbaus benötige ich eine Gehaltserhöhung.

Oldies: Abgunst

Noch nie gehört? Das Wort ist auch mindestens im Aussterben begriffen. Moderne Wörterbücher führen es meist nicht mehr. Kaum verwunderlich, wird doch selbst die Gunst nur noch bei den wenigsten Deutschen im aktiven Wortschatz vorkommen.

Immerhin verwenden wir günstig weit häufiger, wenn auch in anderen Zusammenhängen, kaum als Gegenteil von missgünstig. Das ist nun wieder ein Synonym zum ebenfalls kaum noch bekannten abgünstig, womit wir wieder bei der Abgunst angekommen sind, die sowohl Missgunst bedeutet als auch Abneigung. Auch das Misstrauen ist damit gemeint. Demenstsprechend ist derjenige, der uns abgünstig ist, mindestens misstrauisch, wenn nicht gar übelwollend.