Deutsch im Visier

Sprache, Foto: olly

Wissenswertes: Sprache
Foto: © olly

Als „Nein.“ twittert Eric Jarosinski, Germanistikprofessor an der University of Pennsylvania, über die deutsche Sprache, die in der Welt nicht unbedingt als eine der schönsten gilt. Damit erreicht er fast 30 000 Follower. Süddeutsche.de hat ihn interviewt.

Anruf von der Küchenchefin

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

Vom Schreibtisch
(Foto: © sukiyaki)

Bereits im April des vergangenen Jahres durfte ich für die Autorenzeitschrift Federwelt in der Textküche herumrühren. Nun hat Küchenchefin Anke Gasch wieder angerufen. Ich werde also im kommenden Jahr ein weiteres Mal rühren (diesmal werden Konflikte angerichtet).

Darüber hinaus werde ich ab 2014 wohl des Öfteren Artikel für die Federwelt schreiben (und das dann natürlich rechtzeitig hier ankündigen).

Der Romanschreiber

Hilfe für Autoren, Foto: rineca

Hilfe für Autoren
(Foto: © rineca)

Ich habe eine neue Reihe bei „Hilfe für Autoren“ gestartet, die in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden wird. Ziel ist es, mit den Artikeln besonders praxisnahe Tipps rund um das Planen, Schreiben und Publizieren eines Romans zu geben. Daher werde ich auch (anders als sonst) weniger versuchen, möglichst unmfänglich verschiedene Möglichkeiten und Herangehensweisen darzulegen, sondern mir besonders hilfreich erscheinende Methoden in den Mittelpunkt zu rücken und an Beispielen vorzuführen. Aber lest selbst.

Wie war Hamlet als Kind?

© birgitH  / pixelio.de

© birgitH / pixelio.de

Diese und ähnliche Fragen rund um das Leben der literarischen Figur Hamlet stellt sich Stephen Greenblatt, worüber tagesspiegel.de berichtet.

Vorständin steht vor der Anerkennung

Sprache, Foto: olly

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Die Aufsichtsrätin hat es schon hinter sich. Nun steht die Vorständin kurz davor, ihr zu folgen. Denn wie bei T-Online nachzulesen ist, könnte sie Einzug in die nächste Auflage des Duden halten.

Amazon, das Internet und so

Literaturbetrieb, Foto: Vladimir Melnikov

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In ihrem aktuellen Artikel auf culturmag.de schreibt Autorin Zoë Beck klug und differenziert und umfassend über die Amazon-Debatte, das Internet im Allgemeinen, den stationären Buchhandel und die Zusammenhänge.

Mundartenschutz

Der 21. Februar ist der „Internationale Tag der Mundart“. Heute gelten viele Mundarten, so sie überhaupt noch gesprochen werden, als bedroht. So wie auch das Mosel- und das Rheinfränkische. Dazu ein kleiner Artikel auf saarbruecker-zeitung.de.

Dummheit in der Literatur

© olly

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Achim Geisenhanslüke hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, so berichtet ein Artikel auf LITERATURKRITIK.DE, zu erforschen, wie die Literatur mit dem Nichtwissen ihrer Zeit umging und -geht. Zum Artikel.

Viel-seitig

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

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Nachdem ich vor einigen Tagen die dritte Textredaktion für dotbooks, für die ich seit Juli im Außenlektorat tätig bin, abgeschlossen habe, verbringe ich die Wartezeit auf den nächsten Auftrag mit – anderen Aufträgen.

Nebenbei sei gesagt, dass die Redaktion des Manuskripts von Jochen Till, das voraussichtlich im November bei dotbooks erscheint, großen Spaß gemacht hat. Zum einen, weil der Autor ein wirklich sehr angenehmer Zeitgenosse ist, zum anderen, weil er ein wirklich hervorragendes und zum Brüllen komisches Buch geschrieben hat, bei dem ich mich vorrangig einer Herausforderung zu stellen hatte: vor Lachen nicht das Redigieren zu vergessen. Es sei nur verraten, dass es um Fernsehserien geht. Ich werde, sobald es offiziell angekündigt ist, mit Freude hier darauf verweisen.

Da ist es durchaus ein guter Ausgleich, wenn es in der Diplomarbeit, die ich derzeit korrigiere, deutlich ernster zugeht. Zur weiteren Abwechslung texte ich ein bisschen für eine Firma, betreue meine Coachingkunden, prüfe Exposés und Leseproben, diskutiere und agitiere am Telefon, redigiere Blogartikel oder lasse potentielle Neukunden an meinen Dienstleistungen schnuppern.

Der Begreifler über gebeugte Adjektive

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

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Heißer Eintopf (heiße Suppe, heißes Süppchen) ist lecker. An sommerlichen Tagen ist aber statt heißen Eintopfs (heißer Suppe, heißen Süppchens) besser eine Kaltschale zu empfehlen. Mancher zieht heißem Eintopf (heißer Suppe, heißem Süppchen) ohnehin ein ordentliches Schnitzel vor. Andere lassen für heißen Eintopf (heiße Suppe, heißes Süppchen) alles andere stehen. Heiße Eintöpfe (heiße Suppen, heiße Süppchen) sind eben Geschmackssache.

Wie wir wissen und hier noch einmal deutlich sehen, werden Adjektive gebeugt, das heißt sie verändern ihre Form abhängig vom Kasus. Wenn sie wie im oberen Beispiel ohne Artikel, Zahlwort oder dekliniertes Pronomen auskommen müssen, folgen sie der starken Deklination, um der Verantwortung nachzukommen, die Kasus deutlich anzuzeigen.

Tritt etwa ein bestimmter Artikel hinzu, ist das Adjektiv von dieser schweren Verantwortung befreit und wird demnach schwach dekliniert:

Der heiße Eintopf (die heiße Suppe, das heiße Süppchen) ist lecker. An sommerlichen Tagen ist aber statt des heißen Eintopfs (der heißen Suppe, des heißen Süppchens) besser eine Kaltschale zu empfehlen. Mancher zieht dem heißen Eintopf (der heißen Suppe, dem heißen Süppchen) ohnehin ein ordentliches Schnitzel vor. Andere lassen für den heißen Eintopf (die heiße Suppe, das heiße Süppchen) alles andere stehen. Die heißen Eintöpfe (die heißen Suppen, die heißen Süppchen) sind eben Geschmackssache.

Genitiv, Dativ, Akkusativ – alle enden jetzt maskulin nur noch auf –en. Femininum und Neutrum sind nicht ganz so konsequent. Im Plural dagegen enden in allen Genera alle Kasus nur noch auf –en.

Tauschen wir nun den bestimmten gegen einen unbestimmten Artikel, bleibt das im Plural so. Im Singular scheint das Adjektiv sich jedoch nicht so sicher zu sein, ob es seine Verantwortung vollständig abgeben soll, und behält im Nominativ und Akkusativ die Endungen der starken Deklination bei, was zur gemischten Deklination führt:

Ein heißer Eintopf (eine heiße Suppe, ein heißes Süppchen) ist lecker. An sommerlichen Tagen ist aber statt eines heißen Eintopfs (einer heißen Suppe, eines heißen Süppchens) besser eine Kaltschale zu empfehlen. Mancher zieht einem heißen Eintopf (einer heißen Suppe, einem heißen Süppchen) ohnehin ein ordentliches Schnitzel vor. Andere lassen für einen heißen Eintopf (eine heiße Suppe, ein heißes Süppchen) alles andere stehen. Keine heißen Eintöpfe (keine heißen Suppen, keine heißen Süppchen) sind aber auch keine Lösung.