Der Begreifler über Assonanzen

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

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Wo immer wir leben,
wir wünschen den Segen,
den Frieden zu lieben,
zu lieben in Frieden.

Na, das ist aber schlecht gereimt, oder? lebenSegen, liebenFrieden? Immerhin: Ab der betonten Silbe stimmen jeweils die Vokale in der Lautung überein. Nur die unterschiedlichen Konsonanten stören. Also kein Reim. Bestenfalls ein unvollständiger Reim. Und so heißt er auch, wird aber auch Halbreim oder Assonanz genannt (lat. assonare „tönend beistimmen“).

Nachbarschaftliches: Wichtig zu wissen!

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

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Wenn dich ein Bekannter aus Österreich anruft und dir ankündigt, er werde dann jetzt mal abbeindln, solltest du ihn nicht  (weil du zu faul bist, nachzuschlagen oder nachzufragen) der Einfachheit halber beglückwünschen. Wenn derjenige sich nämlich erst einmal das Leben genommen hat, ist es zu spät für klarstellende Entschuldigungen.

Viel-seitig

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

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Nachdem ich vor einigen Tagen die dritte Textredaktion für dotbooks, für die ich seit Juli im Außenlektorat tätig bin, abgeschlossen habe, verbringe ich die Wartezeit auf den nächsten Auftrag mit – anderen Aufträgen.

Nebenbei sei gesagt, dass die Redaktion des Manuskripts von Jochen Till, das voraussichtlich im November bei dotbooks erscheint, großen Spaß gemacht hat. Zum einen, weil der Autor ein wirklich sehr angenehmer Zeitgenosse ist, zum anderen, weil er ein wirklich hervorragendes und zum Brüllen komisches Buch geschrieben hat, bei dem ich mich vorrangig einer Herausforderung zu stellen hatte: vor Lachen nicht das Redigieren zu vergessen. Es sei nur verraten, dass es um Fernsehserien geht. Ich werde, sobald es offiziell angekündigt ist, mit Freude hier darauf verweisen.

Da ist es durchaus ein guter Ausgleich, wenn es in der Diplomarbeit, die ich derzeit korrigiere, deutlich ernster zugeht. Zur weiteren Abwechslung texte ich ein bisschen für eine Firma, betreue meine Coachingkunden, prüfe Exposés und Leseproben, diskutiere und agitiere am Telefon, redigiere Blogartikel oder lasse potentielle Neukunden an meinen Dienstleistungen schnuppern.

Der Begreifler über den Backfischroman

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

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Obwohl sie ihre Blütezeit etwa von 1850-1930 hatten, werden sie in ähnlicher Form auch heute noch geschrieben und vorwiegend von jungen Mädchen gelesen. Romane, in denen es um die Entwicklung junger Protagonistinnen geht, mit denen sich die Leserinnen identifizieren sollen. Heute nennt man sie einfach Mädchenroman, früher – so erklärt das Sachwörterbuch der Literatur* – nannte man so etwas einen Backfischroman, der meist in einem Pensionat oder einem Heim, angesiedelt war. Klassischer Vertreter: Der Trotzkopf von Emmy von Rhoden.

Emmy von Rhodan, Der Trotzkopf, Arena

*Gero von Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur, Stuttgart 1989