Adjektivitis und ihre Folgen

Mein neuer Artikel bei mySTORYs beschäftigt sich mit den in Autorenkreisen viel gescholtenen Adjektiven:

Heilbare Krankheit: Adjektivitis

Job-Oldies: Joppner

Wer der Joppner war, lässt sich recht leicht erraten, denn er hat die Joppe hergestellt. Ein Begriff, den wir heute noch als ein Synonym für die Jacke kennen.

Was war noch gleich ein Akrostichon?

Der Begriff Akrostichon setzt sich aus griechisch akron „Spitze“ und stichos „Vers“ zusammen. Es geht also um die Spitze eines Verses, genauer gesagt um den ersten Buchstaben desselben.

Und schon wird es ganz einfach: Ein Akrostichon besteht aus aufeinanderfolgenden Versen, deren jeweils erste Buchstaben ein Wort, einen Namen oder einen Satz bilden:

Lächelndes Morgenrot
Obdach mit Wein und Brot
Verse im Jubelsang
Endloser Freudenklang

Seite 61 von 82

Seite 61 von 82Um in OpenOffice.org Writer in einem Dokument nicht nur die einfachen Seitenzahlen einzufügen, sondern sie in ein Verhältnis zur Gesamtzahl der Seiten des Dokuments zu setzen („Seite 61 von 82“, „61/82“), benötigt es nur wenige Schritte.

Zunächst entscheidet man sich, ob man die Seiten in der Kopf- oder der Fußzeile anzeigen lassen will und erstellt eine solche, falls noch nicht geschehen (Einfügen – Kopfzeile bzw. Einfügen – Fußzeile). Nun klickt man in die Zeile und stellt je nach Bedarf und Geschmack linksbündig, zentriert oder rechtsbündig ein.

Anschließend schreibt man Seite, tippt ein Leerzeichen und fügt danach den Felbefehl Seitennummer ein (Einfügen – Feldbefehl – Seitennummer). Es folgt nach einem weiteren Leerzeichen das Wörtchen von und wieder ein Leerzeichen. Wie zuvor fügt man wieder einen Feldbefehl ein, diesmal allerdings Gesamtzahl der Seiten.

Alternativ geht natürlich auch Seitennummer/Gesamtzahl der Seiten.

Das Quiz: Geigensachen

© Evlakhov Valeriy

© Evlakhov Valeriy

Es gibt eine kleine Neuerung beim Quiz: In der Regel könnt ihr eure Antworten mithilfe einer Umfragefunktion geben. Kommentiert werden darf natürlich weiterhin.

Das eigentlich Neue: Ich habe eine Lösungsseite eingerichtet. Die richtige Lösung wird künftig nur noch dort präsentiert, allerdings immer erst dann, wenn das nächste Quiz gestartet ist.

Achtung, kleine Änderung: Die Lösungsseite schaffe ich wieder ab, weil ich eine Quizfunktion gefunden habe, bei der die richtigen Antworten gleich nach Fertigstellung angezeigt werden. Die Lösung zu diesem Rätsel schreibe ich in einen Kommentar.

Das heutige Quiz dreht sich um das Geigenspiel. Drei Sätze sind vorgegeben und ihr sollt herausfinden, welche(r) davon korrekt sind/ist. Es geht um die Rechtschreibung. Mehrfachantworten sind möglich.

Ein bisschen Leere für die Übersicht

Wer Blogartikel schreibt, sollte daran denken, dass lesen am Bildschirm die meisten Leser weit mehr anstrengt als das Lesen gedruckter Texte. Selbst auf Plattformen, die für Leser konzipiert sind, gibt ein Großteil der User an, vor übermäßig langen und/oder unübersichtlichen Texten zurückzuschrecken. Ist schon im Printbereich eine gute Gliederung wichtig, wird sie für Online-Texte geradezu essentiell.

Für den Blogger bedeutet das, sich in dieser Hinsicht nicht an gedruckten Texten zu orientieren, sondern einen geschärften Sinn für die optische Präsentation des Textes zu entwickeln.

Das gilt vor allem für Absätze. Während man im Printbereich Texte nicht allzu sehr zerstückeln sollte, darf der Online-Texter lieber einen Absatz zu viel als einen zu wenig einfügen. Auch hilft es mehr, als es schadet, diese Absätze durch Leerzeilen voneinander abzusetzen. Bei manchen Bloganbietern wie etwa WordPress wird diese Leerzeile automatisch gesetzt.

Je länger der Text wird, desto sinnvoller wird es, über weitere Möglichkeiten der Auflockerung nachzudenken. Einige davon sind:

  • Zwischenüberschriften
  • Bilder
  • Listen
  • abgesetzte Textteile etwa mithilfe der Zitatfunktion
  • sonstige Einrückungen
  • Textauszeichnungen wie fett oder kursiv

Überflüssig, zu erwähnen, dass auch der Blogleser bei der Verwendung dieser Möglichkeiten eine gewisse Nachvollziehbarkeit erwartet.

Oldies: Behuf

Der Begriff stammt nicht etwa aus der Fachsprache der Reiter, sondern aus der Amtssprache. Er bedeutet „Zweck, Erfordernis“ und gehört zum althochdeutschen bihoubida „Erwartung“ und dem mittelhochdeutschen behuof „das zu einer Sache Nötige“. Aus dem Englischen kennen wir behoof „Nutzen, Vorteil“.

Mag uns der Behuf in der Amtssprache noch hin und wieder begegnen, dürfte die entsprechende Präposition (mit Genitiv) behufs „zwecks, zum Zwecke“ praktisch ausgestorben sein. Erklärt doch einmal eurem Arbeitgeber:

Behufs eines Hausbaus benötige ich eine Gehaltserhöhung.

So vielen wie möglich folgen

Ja, ja, die neue oder doch lieber die alte Rechtschreibung? Eine Frage, die auch für Autoren wichtig ist, die an Ausschreibungen und Literaturwettbewerben teilnehmen wollen. Glücklicherweise gibt es unter den Organisatoren manche, die beides zulassen. Ja, sogar solche, die sich eigentlich einen bunten Mix aus beiden wünschten:

Die Texte können in alter oder neuer Rechtschreibung eingesandt werden, sollten aber zumindest einer folgen.

Hast du Komplexe?

Lust auf eine kleine spielerische Übung? Dabei soll es darum gehen, aus zwei einfachen Sätzen ein komplexeres Gebilde zu schaffen, das aus einem Satz mit zwei Teilsätzen besteht. Nicht etwa, weil komplexere Sätze grundsätzlich die bessere Wahl wären, sondern weil es hilfreich ist, die Möglichkeiten des Satzbaus zu kennen.

Ein Beispiel:

Peter wusch sich die Hände. Dann  schälte er Kartoffeln.
Peter wusch sich erst die Hände, dann schälte er Kartoffeln.
Peter wusch sich die Hände, bevor er Kartoffeln schälte.
Bevor Peter Kartoffeln schälte, wusch er sich die Hände.
Peter schälte Kartoffeln, nachdem er sich die Hände gewaschen hatte.
Peter hatte sich zuvor die Hände gewaschen, als er Kartoffeln schälte.

Natürlich kannst du dir schon die Ausgangssätze selbst aussuchen. Oder du nimmst die, die ich im Folgenden vorgebe. Versuche immer, so viele Varianten wie möglich zu finden. Achte dabei auch auf die grammatischen Zeitformen in den Ausgangssätzen.

Suche zunächst nach Varianten, die möglichst nah an der Vorgabe bleiben. Dann kannst du kreativer werden, solange die Grundaussagen sich nicht verändern.

Petra schaut Fernsehen. Peter deckt (derweil) den Tisch.
Petra ging es schlecht. Sie hatte zu viel gegessen.
Peter will sich ein Auto kaufen. Er hat genug Geld gespart.
Petra wollte gleich abwaschen. Erst würde sie aber noch den Film zu Ende sehen.
Peter war traurig. Petra brachte ihm ein Taschentuch.

Echte Kerle

Echte Kerle sind diejenigen, die den Namen Karl tragen. Oder zumindest sollten sie es einmal werden, wenn es nach ihren Eltern ginge.

Der Vorname stammt nämlich, so verrät es das Duden Lexikon der Vornamen, vom althochdeutschen kar[a]l „Mann, Ehemann“. Entsprechend das mittelniederdeutsche kerle „freier Mann nichtritterlichen Standes; grobschlächtiger Mann, Kerl“.

Ob die Karlas dieser Welt daher mit ihrer weiblichen Form des männlichen Vornamens zufrieden sind, mag ich nicht beurteilen.