Job-Oldies: Kotzenmacher

Beinahe verwunderlich, dass dieser Begriff nicht längst in der Jugendsprache wiederbelebt wurde. Ursprünglich bezeichnete er aber einen ganz harmlosen Beruf.

Die Kotze (auch der Kotzen), die der Kotzenmacher herstellte, war eine grobe Wolldecke oder ein Überwurf. Das Wort ist verwandt mit dem niederdeutschen Kodder, das einen alten Lappen oder Lumpen bezeichnet. Außerdem mit der Kutte und mit englisch coat = Mantel.

Tatsächlich wird der Begriff Kotze in diesem Sinne noch immer verwendet, wie sich bei Wikipedia nachlesen lässt.

Der derbe Ausdruck für Erbrochenes hat sich übrigens wahrscheinlich aus dem spätmittelhochdeutschen koppen entwickelt, das so viel wie speien bedeutet, verrät das Duden-Herkunftswörterbuch. Er ist also mit dem hier gemeinten Begriff nicht näher verwandt.

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Über Philipp
Ich schreibe und lektoriere so dies und das. Verdichtetes, Kurzes und Längeres.

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