Vom Harken und Hacken

„Bist du sicher?“, harkte sie nach.
Sie hängte ihren Mantel an den Hacken.
Ich zeig dir, was eine Hacke ist.
Du hast doch ’ne Harke.

Vielen fällt es offenbar schwer, zwischen dem Haken, der Harke und der Hacke zu unterscheiden.

Die Jacke hängt man an den Haken. Auch manche Sache hat einen Haken. Und nicht nur der Hase schlägt ihn. Doch wenn der Boxer das tut, wird es schmerzhaft. Wenn etwas hakt, dann klemmt es. Und hat man etwas nicht verstanden, sollte man nachhaken.

Die Harke langweilt jeden, der nicht der Gartenarbeit frönt. Dennoch gibt es manchen, der uns zeigen will, was eine Harke ist. Und der nimmt das Wort Rechen möglicherweise gar nicht in den Mund.

Mit der Hacke bearbeitet man den Boden. Die geileren unter ihnen nennt man Spitzhacke. In manchen Regionen schlägt man statt mit der Axt mit der Hacke auf die Bäume ein. Wir alle haben Hacken an den Füßen und an den Schuhen und leider manches Mal jemanden, der echt ’ne Hacke hat, an den Hacken. Selbst dann, wenn wir sie uns bereits abgelaufen haben, die Hacken. Verdammte Hacke! Da hilft es manchmal eben nur, sich so lange einen anzusaufen, bis man total hacke ist.

Nach oben offen

Das Erdbeben überraschte uns, als wir gerade die Zelte aufgebaut hatten und den Campingplatz genauer in Augenschein nehmen wollten. Zeltstangen knickten ein, Grillgeräte fielen um, die vordere Wand des Waschhäuschens stürzte einfach ein und ein Fahrrad kippte aus dem Fahrradständer.

Eine solche Aufzählung, bei der in diesem Fall die Schrecken der Katastrophe geschildert werden, macht nur dann wirklich Sinn, wenn das Ausmaß der Folgen eine Steigerung erfährt. Die eindeutig gravierendste Folge des Erdbebens ist der Einsturz der Häuserwand. Das macht dem Leser klar, dass es hier um ein heftiges Erdbeben geht. Wenn dann noch ein Fahrrad umkippt, wirkt das im Vergleich dazu lächerlich.

Wie beim Spannungsaufbau geht es also auch hier darum, den Leser auf einen Höhepunkt zuzusteuern, die Reihenfolge der Aufzählung von einer steten Steigerung abhängig zu machen.

Einzug

Willkommen auf den neuen Seiten meines Lektorenblogs. Bisher war dieses Weblog hier zu finden. Heute nun hat es dieses neue Heim gefunden.

Auch weiterhin werde ich hier Interessantes aus der Welt der Sprache und Texte sowie der Literaturwelt im Allgemeinen, vor allem aber für angehende Texter und Autoren im Speziellen posten. Auch für „alte Hasen“ findet sich vielleicht hin und wieder Lesenswertes.

Immer wieder mal soll es Tipps geben, die mir durch den Lektoratsalltag in die Tastatur springen.

Nach und nach will ich auch die älteren Artikel in dieses Blog einbinden. Das kann aber ein bisschen dauern. Ungeduldige seien noch einmal auf die alten Seiten verwiesen, die jedenfalls noch eine Weile bestehen bleiben sollen.

Umzug

Dies war der letzte Eintrag, bevor mein Blog hierher umgezogen ist:
Dieses Blog ist umgezogen. Von nun an findet ihr die neuen Einträge auf meinem neuen Lektorenblog.
Diese Seiten und die bisherigen Artikel bleiben bis auf Weiteres bestehen. Ich hoffe, ihr besucht mich auch mal in meinem neuen Zuhause.