Oldies: Nix Ikea

Oldies, Foto: Nejron Photo

Oldies
Foto: © Nejron Photo

Weißt du, was Jaffamöbel sind? Ich wusste es nicht, musste selbst erst danach googeln. Die Lösung:

Der Begriff leitet sich von den früher verbreiteten Jaffa-Obstkisten aus Israel ab. Wer sich nur Möbel leisten kann, die aus Jaffa-Obstkisten zusammengezimmert wurden, ist ziemlich arm.

Quelle

Sehnix

Namen, Foto: Anneka

Namen
(Foto: © Anneka)

Ich habe nicht nachgeschaut, würde mich aber nicht wundern, wenn irgendein Gallier in irgendeinem Asterix-Band mal den titelgebenden Namen dieses Artikels trug. Und auch die Römer hatten in den Comics in der Regel eher unvorteilhafte sprechende Namen.

Dass das der Grund dafür ist, wenn auch heute mehr oder weniger gebräuchliche Namen lateinischen Ursprungs häufig besser unübersetzt bleiben, will ich natürlich nicht behaupten. Cäcilie zum Beispiel, ebenso wie Cäcilia, Cecilie, Cecilia, Zäzilie und Zäzilia. Diese Namen nämlich werden zumindest volksetymologisch mit lateinisch caecus, -a, -um in Zusammenhang gebracht, was “blind” bedeutet.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

Aufgehalst

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

Etymologische Streifzüge
(Foto: © Glenda M. Powers)

Na, da habe ich mir ja was aufgehalst. Jetzt habe ich den Typen wohl ewig am Hals.

Wieso ausgerechnet am oder auf dem Hals? Das lässt sich leicht nachvollziehen, wenn man weiß, dass sich diese Redewendungen darauf beziehen, dass das Joch – sowohl das Zugjoch als auch das Tragjoch – auf dem Hals bzw. Nacken sitzt. Man hat also eine schwere Last am/auf dem Hals.

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

Oldies: Frau stirbt aus

Oldies, Foto: Nejron Photo

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Dass man heutzutage kaum noch jemanden von (s)einer Ische sprechen hört, scheint mir nicht unangemessen, hat der Begriff mit der Zeit doch eine gewisse abwertende Konnotation erhalten. Dabei stammt er einfach nur vom hebräischen Wort Ischa (Frau) ab. Gemeint ist mit einer Ische eine junge Frau oder gar ein Mädchen aus der Sicht eines männlichen Jugendlichen.

Betrunken?

Namen, Foto: Anneka

© Anneka

Welch ungewöhnlicher Name! Mir jedenfalls ist er noch nie untergekommen: Balbina. Seine Seltenheit könnte, wie schön man den Klang auch finden mag, von der Bedeutung des Namens lateinischer Herkunft herrühren: Lateinisch balbus, -a, -um lässt sich mit “stammelnd, lallend” übersetzen.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

Unerwünschter Besuch

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

© Glenda M. Powers

Das Schlimmste an seinem Job war, dass ihm seine zänkische Kollegin immer wieder ins Gehege kam.

Obwohl die beiden Personen in dem Beispiel ganz offensichtlich nicht zu Hause sind, wenn sie ihm ins Gehege kommt, legt der Ursprung der Redewendung das nahe, denn sie meint eigentlich, dass sie in sein umzäuntes Grundstück eindringt, also seinen Grund und Boden betritt..

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

Oldies: Gehörnt oder nicht?

Oldies, Foto: Nejron Photo

© Nejron Photo

Ich jedenfalls wäre heutzutage vorsichtig, jemanden als Hahnrei zu bezeichnen. Da ich es natürlich nur tun würde, um der Wahrheit Ausdruck zu verleihen, wäre der Mann voraussichtlich ohnehin gerade in schlechter Verfassung und würde mir wegen potenzieller Beleidigung eine knallen.

Ob ich da noch zum Trost spenden käme? Dabei hätte ich ihn lediglich mitleidsvoll einen betrogenen Ehemann genannt. Gut, etymologisch gesehen ist es nicht unwahrscheinlich, dass ich ihn gleichzeitig einen verschnittenen Hahn, also einen Kapaun nannte (mittelniederdeutsch hanereihanreyge). Aber da kann ich ja nichts dafür, was die sich damals gedacht haben.

Und das wollen wir doch auch mal festhalten, nicht ich hätte ihm Hörner aufgesetzt, sondern seine untreue Frau. Und zwar deshalb, so jedenfalls Wikipedia, weil man das früher üblicherweise mit kastrierten Hähnen eben so gemacht hätte.

Na hoffentlich!

Namen, Foto: Anneka

© Anneka

Wie wohl bei jedem anderen Namen auch dürfte die Frage, ob Abigail ein schöner Name ist, vom persönlichen Geschmack abhängen. Töchter jedoch, die ihn tragen und sich sicher sein können, dass er bewusst gewählt wurde, sollten ihn erhobenen Hauptes tragen. Hebräischen Ursprungs und aus der Bibel übernommen bedeutet er nämlich “der Vater hat sich gefreut”.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

Tiere als Lehrmeister

Etymologische Streifzüge, Foto: Glenda M. Powers

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Fabel, entlehnt aus lateinisch fabula “Erzählung, Sage”, bedeutete bis ins 18. Jahrhundert genau das, nicht mehr und nicht weniger. Diese allgemeine Bedeutung ist bis heute in fabeln oder fabelhaft erhalten. Das Lehrhafte kam erst dann nach dem Vorbild der Tierfabeln Äsops, und fortan  bedeutete Fabel “lehrhafte Erzählung”.

Das Verb fabulieren stammt übrigens vom lateinischen fabulari “sprechen, schwatzen, plaudern, fantasieren”.

Quelle: Duden Band 7 – Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001

Der Liebe würdig

Namen, Foto: Anneka

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Ein Kind, dessen Eltern es der Liebe für würdig befinden, wird aus diesem Grunde möglicherweise Mabel genannt. Die englische Kurzform von Amabel leitet sich nämlich vom lateinischen amabilis ab, was “liebenswürdig” bedeutet, wie das Duden Lexikon der Vornamen verrät.

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