Der Begreifler über abgekürzte Punkte
1. Mai 2013 Hinterlasse einen Kommentar
Sie folgten ihm. Claudia, Thomas, Victoria, Peter, Gabi u. a.
Endet ein Satz mit einer Abkürzung mit Punkt, wird der Abkürzungspunkt zugleich zum Schlusspunkt des Satzes.
Im Auge des Lektors
1. Mai 2013 Hinterlasse einen Kommentar
Sie folgten ihm. Claudia, Thomas, Victoria, Peter, Gabi u. a.
Endet ein Satz mit einer Abkürzung mit Punkt, wird der Abkürzungspunkt zugleich zum Schlusspunkt des Satzes.
5. Juli 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Wollen wir nicht noch ein kleines bisschen bleiben? Das bisschen macht den Kohl nun auch nicht mehr fett.
“bisschen” wird immer klein geschrieben. Immer? Immer! Mit einer Ausnahme:
Wollen wir nicht noch auf ein Bisschen bleiben? Oder besser gleich auf einen Bissen?
4. April 2011 2 Kommentare
Wer nicht genau weiß, wo ein Apostroph hingehört und wo nicht, wer ihn auch nach ewigem Suchen nicht auf seiner Tastatur findet oder wer sich immer noch fragt, ob es nun der oder das Apostroph heißt, der wird auf dem Federwerk-Blog meiner Rostocker Lektorenkollegin Marion Kümmel fündig.
26. Februar 2011 Hinterlasse einen Kommentar
“Du wirst es nicht glauben: Ich habe sie gefragt und sie hat ja gesagt!”
“Wirklich? Sie hat Ja gesagt? Und war deine Antwort auch Ja?”
“Nein. Man muss ja nicht zu allem ja sagen.”
Nach neuer Rechtschreibung bleibt es dem Schreiber überlassen, ob er in Fällen wie den obigen “ja” klein oder groß schreibt.
Der Partikel (im obigen Beispiel das erste “ja” im letzten Satz) wird immer klein geschrieben.
Groß schreibt man immer die Substantivierung:
“Zu deinem Antrag ein eindeutiges Ja!”
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1. November 2010 1 Kommentar
Ich würde gern noch dableiben.
Rühr dich nicht! Du sollst genau da bleiben!
Im Allgemeinen schreibt man die Adverbien da, daher, dahin usw. mit dem folgenden Verb zusammen. Im zweiten Beispiel wird es allerdings als Wortgruppe angesehen, in der das da die Bedeutung von an dieser Stelle innehat. Daher wird es getrennt vom folgenden Verb geschrieben.
Nach der neuen Rechtschreibung werden übrigens auch alle Verbindungen mit sein auseinander geschrieben: Wir werden um zwölf Uhr da sein.
Aber das betrifft natürlich nicht unser Dasein.
23. September 2010 3 Kommentare
Vergiss nicht, dass du noch H-Milch kaufen sollst!
Er kaufte die Milch – es war H-Milch – im Supermarkt.
Die H-Milch wird mit einem Bindestrich geschrieben, während wir den Einschub “es war H-Milch” durch Gedankenstriche vom restlichen Satz abtrennen. Zwar könnten statt der Gedankenstriche auch Kommata stehen, aber das soll hier nicht das Thema sein.
Typografisch verwendet man für den Binde- und Gedankenstrich nicht dasselbe Zeichen.
Für den Bindestrich verwendet man den sogenannten Viertelgeviertstrich. Der heißt so, weil er nach einer Maßeinheit aus der Zeit des Bleisatzes eben ein Viertelgeviert lang ist (Geviert bei Wikipedia). Er stellt für uns kein Problem dar, weil er auf der Computertastatur vorhanden ist.
Der Gedankenstrich wird aber mit einem Halbgeviertstrich wiedergegeben, den wir auf der Tastatur vergeblich suchen. Mancher hilft sich also mit einem Bindestrich aus, was strenggenommen ein Fehler ist.
Zunächst einmal ist auf jeden Fall zu beachten, dass der Gedankenstrich im Unterschied zum Bindestrich von Leerzeichen eingefasst wird.
Bei einigen Textprogrammen wie etwa Word oder OpenOffice.org gibt es die Voreinstellung, dass ein Bindestrich, der in Leerzeichen eingefasst ist, sich automatisch in einen Gedankenstrich umwandelt. Bei diesen Textprogrammen lässt sich das dann meist über die Autokorrektureinstelleungen an- oder abstellen.
Außerdem gibt es häufig eine vom Textprogramm vorgegebene Tastenkombination für das manuelle Erzeugen eines Gedankenstrichs. So führt bei Word gleichzeitiges Drücken der “Alt”- und der “Minustaste” auf dem Ziffernblock zum gewünschten Ergebnis. Gleiches gilt zum Beispiel für Textmaker. Bei OpenOffice und anderen kommt man zum Gedankenstrich, indem man zwei Bindestriche “–” hintereinandersetzt.
Findet man keine derartige Möglichkeit oder will man einfach nicht für jedes Programm umdenken, nutzt man die Tastenkombination, die das Betriebssystem bereithält, im Falle von Windows “Alt” plus die Ziffernfolge “150″ auf dem Ziffernblock (wie in diesem Blogartikel). Für die Tastaturbelegungen auf anderen Systemen bitte im Wikipedia-Artikel nachlesen.
Wichtig: In der Textverarbeitung wird der Gedankenstrich mit einem geschützten Leerzeichen an den Teil des Satzes gebunden, den er abgrenzt, um eine Trennung am Zeilenende zu verhindern. In unserem Fall also an “es war H-Milch”.
Ein geschütztes Leerzeichen erzeugt man beispielsweise in Word und den aktuellen OpenOffice.org-Versionen durch “Strg”+”Umschalt”+”Leertaste”. Über Windows durch die Tastenkombination “Alt” plus die Ziffernfolge “255″ auf dem Ziffernblock. Für weitere Möglichkeiten mit anderer Software bitte in diesen Wikipedia-Artikel schauen.
19. August 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Ob nun das Kind oder die Freundin, wer nur ein Baby sein eigen nennen darf, ist sprachlich fein raus. Im Plural werden schnell einmal die Babies draus, korrekt sind es aber die Babys.
Unterschlagen werden soll natürlich nicht, dass auch der Freund eines coolen Babes nicht selten ihr Baby ist.
10. Juli 2010 1 Kommentar
Wer bei der Rechtschreibprüfung seines Textprogramms nicht auf dem neuesten Stand ist, wird vermutlich guten Gewissens das Partizip “geschrieen” (von “schreien”) verwenden. Sollte er das zweite “e” einmal vergessen, wird ihn das Programm daran erinnern.
Seltsam, war doch die Schreibung “geschrien” schon vor der Reform möglich. Nach neuer Rechtschreibung ist es nun sogar die einzig richtige Schreibung. Glücklicherweise sind Rechtschreibprüfungen lernfähig.
22. Juni 2010 2 Kommentare
Gerade die Getrennt- oder Zusammenschreibung stellt für viele spätestens seit der NDR ein Problem dar. Dabei lässt sie sich häufig durch unterschiedliche Bedeutungen unterscheiden.
Beim Lektorieren ist mir gestern ein kleines Beispiel auf- und eingefallen. In diesem wird es den meisten nicht schwerfallen (weshalb sie auch nicht schwer fallen werden
), den Grund für die eine und die andere Schreibweise zu erkennen:
Beim Tanzen schien es, als würden ihre Körper zusammenwachsen. Auch hatte er das Gefühl, sie würden zusammen wachsen.
Na, alles klar? Kleiner Tipp noch: In einem Fall kann man das “zusammen” durch “gemeinsam” ersetzen.
22. April 2010 Hinterlasse einen Kommentar
“Bist du sicher?”, harkte sie nach.
Sie hing ihren Mantel an den Hacken.
Ich zeig dir, was eine Hacke ist.
Du hast doch ‘ne Harke.
Vielen fällt es offenbar schwer, zwischen dem Haken, der Harke und der Hacke zu unterscheiden.
Die Jacke hängt man an den Haken. Auch manche Sache hat einen Haken. Und nicht nur der Hase schlägt ihn. Doch wenn der Boxer das tut, wird es schmerzhaft. Wenn etwas hakt, dann klemmt es. Und hat man etwas nicht verstanden, sollte man nachhaken.
Die Harke langweilt jeden, der nicht der Gartenarbeit frönt. Dennoch gibt es manchen, der uns zeigen will, was eine Harke ist. Und der nimmt das Wort Rechen möglicherweise gar nicht in den Mund.
Mit der Hacke bearbeitet man den Boden. Die geileren unter ihnen nennt man Spitzhacke. In manchen Regionen schlägt man statt mit der Axt mit der Hacke auf die Bäume ein. Wir alle haben Hacken an den Füßen und an den Schuhen und leider manches Mal jemanden, der echt ‘ne Hacke hat, an den Hacken. Selbst dann, wenn wir sie uns bereits abgelaufen haben, die Hacken. Verdammte Hacke! Da hilft es manchmal eben nur, sich so lange einen anzusaufen, bis man total hacke ist.
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