Korrekt apostrophieren

Im TextprogrammDen Apostroph sucht man auf der Tastatur vergebens. Nein, es ist nicht das kleine Häkchen oberhalb des “#”, das man mit der Hochstelltaste erreicht. Dieses Zeichen darf nur dann als Ersatzapostroh verwendet werden, wenn technisch keine andere Möglichkeit besteht.

Den typografisch korrekten Apostroph erzeugt man so:

  • Windows: “Alt”+”0″,”1″, “4″, “6″ (auf dem Ziffernblock nacheinander eingegeben),
  • Mac: Wahltaste+Umschalttaste+”#”,
  • Linux: “Alt Gr”+Umschalttaste+”B”.

Der Lektor braucht kein Format

Lektoratspraxis, Foto: Dmitriy Shironosov

© Dmitriy Shironosov

Egal, ob es sich um eine Werbetext handelt oder den Roman, mit dem du durchstarten willst, wenn du vorhast, ihn durch einen Lektor oder Korrektor prüfen zu lassen, halte dich bis dahin mit Formatierungen zurück. Denn je komplizierter die Formatierung ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass durch Änderungen und Korrekturen, Streichungen und Einfügungen irgendetwas durcheinanderkommt oder verloren geht. Und das wäre doch schade.

Oldies: Frau stirbt aus

Oldies, Foto: Nejron Photo

© Nejron Photo

Dass man heutzutage kaum noch jemanden von (s)einer Ische sprechen hört, scheint mir nicht unangemessen, hat der Begriff mit der Zeit doch eine gewisse abwertende Konnotation erhalten. Dabei stammt er einfach nur vom hebräischen Wort Ischa (Frau) ab. Gemeint ist mit einer Ische eine junge Frau oder gar ein Mädchen aus der Sicht eines männlichen Jugendlichen.

Recht vor link: Angemessen?

Recht vor link, Foto: Szekeres Szabolcs

© Szekeres Szabolcs

Die Möglichkeiten für Autoren, ihre Werke zu veröffentlichen, haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Galt vor gar nicht allzu langer Zeit Selpublishing bestenfalls für Werke der kleinen Nische als öffentlich vertretbar, ansonsten als die Notalternative für diejenigen, die entweder nicht die Qualität oder die Geduld mitbrachten, die der Weg in den Publikumsverlag erforderte, scheint diese Alternative inzwischen attraktiver als je zuvor. Und mancher Autor selbst unter denen, für die bis vor Kurzem nur der klassische Verlagsweg als Ziel in Frage kam, kommt inzwischen immer wieder in Verlegenheit, vor sich selbst oder anderen, dieses Ziel zu rechtfertigen.

Das gilt vor allem für das E-Book, bei dem ganz besonders ein klassischer Verlagsvorteil zunehmend in den Hintergrund rückt (was, das sei hier nebenbei angemerkt, meiner Meinung nach keine nicht umkehrbare Entwicklung ist), nämlich der der Verbreitung des Werkes und damit der Verfügbarkeit für den lesenden Endverbraucher.

Im Printbereich sieht das anders aus. Hier haben die Verlagsbefürworter neben anderen noch immer ein schlagendes Argument: das Marketing und die Verfügbarkeit im stationären Buchhandel. Nicht umsonst trat das Selpublishing, das für sich genommen ja keine neue Erfindung ist, seinen Siegeszug erst mit dem E-Book im Allgemeinen und den Möglichkeiten, die amazon mit KDP bot, im Speziellen an.

Doch lügt sich der Verlagsautor nicht auch mit diesem Argument in die eigene Tasche? Das wird ihm wenigstens immer häufiger entgegengehalten. Nicht zu unrecht, denn auch die Marketingbudgets der Verlage sind begrenzt. Vor allem werden sie ungleich verteilt. Ein geringer Prozentsatz, die Spitzentitel, also diejenigen im aktuellen Programm, denen der Verlag das größte Absatzpotenzial zuspricht, bekommt nahezu alles, der Rest geht mehr oder weniger leer aus. Schmilzt dem Midlist-Autor also selbst dann, wenn er im großen Verlag erscheint, das Marketingargument hinweg?

Und Moment mal! Was steht noch mal im Normvertrag?

§ 3 Verlagspflicht
1. …
2. Der Verlag ist verpflichtet, das Werk in der in Absatz 1 genannten Form zu vervielfältigen, zu verbreiten und dafür angemessen zu werben.
3. Ausstattung, Buchumschlag, Auflagenhöhe, Auslieferungstermin, Ladenpreis und Werbemaßnahmen werden vom Verlag nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung des Vertragszwecks sowie der im Verlagsbuchhandel für Ausgaben dieser Art herrschenden Übung bestimmt.

(Hervorhebung von mir)

Laut Normvertrag verpflichtet sich der Verlag also, für das Werk zu werben. Und zwar angemessen. Aber was bedeutet das nun wieder? Angemessen? Tja, blöd, das ist nun mal Auslegungssache. Immerhin garantiert der Verlag, zu werben. Und er tut es auch. Indem er nämlich jedem im Verlag erscheinenden Werk eine Grundversorgung an Marketing zukommen lässt. Dazu gehören schon, wie man in Punkt 3 sehen kann, Ausstattung, Cover, Klappentext usw. Außerdem werden Pressetexte verfasst und das Werk auf der Homepage sowie im Katalog präsentiert, der wiederum von Verlagsvertretern den Buchhändlern vorgestellt wird, wenigstens aber an alle Buchhandlungen versendet wird. Voilà, Marketing!

Nicht viel, oder? Stimmt. Allerdings kommt das auch auf die Perspektive an. Der Verlagsautor, der sehen muss, was in seinem Verlag für manchen Kollegen getan wird, während er das Gefühl hat, vollkommen leer auszugehen, wird damit eher unzufrieden sein. Dennoch stellt gerade die Sichtbarkeit im Katalog für den gesamten stationären Buchhandel ein Marketinginstrument dar, das für den Selpublisher praktisch unerreichbar ist. Dementsprechend ärgern sich Verlagsautoren im Printbereich in aller Regel auch über Verkaufszahlen, die den Selfpublisher bereits mehr als glücklich machen würden. Der kann sich dann unter Umständen (und wenigstens zur Zeit noch) eben vor allem über die Möglichkeiten freuen, die das E-Book ihm bietet.

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Achtung: Da ich kein Jurist bin, könnt ihr euch im Zweifelsfall weder auf mich noch meine Angaben berufen.

Der Begreifler über abgekürzte Punkte

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Sie folgten ihm. Claudia, Thomas, Victoria, Peter, Gabi u. a.

Endet ein Satz mit einer Abkürzung mit Punkt, wird der Abkürzungspunkt zugleich zum Schlusspunkt des Satzes.

Den Falschen gegessen?

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

© Yaruta Igor

Facebook-Statusposting:

…nach einem leckeren frühstück festgestellt, dass ich schon wieder strohwitwe bin

Vorständin steht vor der Anerkennung

Sprache, Foto: olly

© olly

Die Aufsichtsrätin hat es schon hinter sich. Nun steht die Vorständin kurz davor, ihr zu folgen. Denn wie bei T-Online nachzulesen ist, könnte sie Einzug in die nächste Auflage des Duden halten.

Grusel

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

© sukiyaki

Im Moment kommt im Lektorat einiges Gruseliges auf mich zu. Also, gewollt gruselig, nicht versehentlich. Und in geballter Ladung!

Der Begreifler über Lektoratsdurchgänge

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Ein Autor, der in einem Publikumsverlag publiziert, kommt automatisch in den Genuss eines Lektorats. Ein solches kann sehr unterschiedlich ablaufen, was nicht zuletzt davon abhängig ist, wie oft bzw. regelmäßig Autor und Lektor zusammenarbeiten, wie gut sie also aufeinander eingespielt sind, und wie groß das Vertrauensverhältnis ist. Manche Autoren ziehen beispielsweise den Lektor schon zu Rate, wenn sie sich noch im Schreibprozess oder gar noch in der Planungsphase befinden. Doch selbst diejenigen, die ihrem Lektor erst das fertige Manuskript zukommen lassen, können sich anschließend auf einen (mehr oder weniger) regen Austausch einstellen. Der Lektor macht Anmerkungen und Korrekturen, die der Autor anschließend prüfen, einpflegen und eventuell mit dem Lektor diskutieren muss. Der Autor schickt den überarbeiteten Text zurück, der Lektor redigiert erneut. Das letzte Verb deutet es schon an, man spricht bei solchem Vorgehen auch von Textredaktion, der Text wird so lange vom redigierenden Lektor (manchmal kommen auch mehrere zum Einsatz) betreut, bis (abgesehen vom Schlusskorrektorat) die Endfassung erreicht ist.

Autoren, die darauf angewiesen sind, selbst eine Lektoratsdienstleistung in Auftrag zu geben, können Ähnliches bekommen, sich also für eine Textredaktion entscheiden. Häufig wird eine solche Dienstleistung auch als Manuskript- oder Projektbetreuung angeboten oder fällt mit unter den Begriff des Coachings.

Klassischerweise geben Autoren aber eine einfache Lektoratsdienstleistung in Auftrag, was letztlich bedeutet, dass sie genau einen Lektoratsdurchgang erwarten können. Sie schicken ihr Manuskript an den Lektor, der dann versuchen wird (sofern ein entsprechend umfassendes Lektorat bestellt wurde), in einem Durchgang nicht nur einen möglichst hohen Prozentsatz aller Schwächen des Textes zu erkennen (und zu analysieren), sondern sie auch so knapp, aber gleichzeitig verständlich wie möglich anzumerken bzw. simple Lösungsvorschläge zu bieten. Je nachdem, wie grundlegend die Schwächen ausfallen, sind seine Möglichkeiten entsprechend begrenzt. Den auf diese Weise lektorierten Text wird der Autor (sofern es nicht anders vereinbart wurde) nun anhand der Anmerkungen und Änderungsvorschläge des Lektors selbstständig überarbeiten, nicht zuletzt deswegen, weil es ja sein Text ist, und er selbst bei der kleinsten Änderung das letzte Wort hat. Und das hat er tatsächlich, denn wollte er seine überarbeitete Version nun noch einmal durchchecken lassen, wäre das schon Lektoratsdurchgang Nummer zwei, der extra berechnet werden müsste. Allerdings dürfte er auch in den meisten Fällen empfehlenswert sein, weshalb man sich im Vorhinein gründlich überlegen sollte, ob man mit einer Textredaktion vielleicht besser beraten wäre.

Betrunken?

Namen, Foto: Anneka

© Anneka

Welch ungewöhnlicher Name! Mir jedenfalls ist er noch nie untergekommen: Balbina. Seine Seltenheit könnte, wie schön man den Klang auch finden mag, von der Bedeutung des Namens lateinischer Herkunft herrühren: Lateinisch balbus, -a, -um lässt sich mit “stammelnd, lallend” übersetzen.

Quelle: Duden Taschenbücher : Lexikon der Vornamen, Mannheim 1998

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