Warten

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

Vom Schreibtisch
(Foto: © sukiyaki)

Derzeit warte ich darauf, ein überarbeitetes Romanmanuskript (humorvoller Thriller, dotbooks) für den zweiten Redaktionsdurchgang zu bekommen, was voraussichtlich Montag der Fall sein wird. Wie sieht das Warten aus? Blogtexte lektorieren, eine Autorin coachen und ein anderes Romanmanuskript (Jugendbuch, UBV) weiterlektorieren.

Für alle, denen das Warten zu langweilig ist, empfehle ich eine kleine und kurzweilige Lektüre für zwischendurch, an deren Entstehung ich gewissermaßen ebenfalls beteiligt war: Bianca Philipp: Zooverführung.

Zooverführung

Das Neuner-ABC: überdrüssig

Neuner-ABC, Foto: James Steidl

© James Steidl

Das Adjektiv überdrüssig verlangt klassischerweise den Genitiv:

Ich bin seiner überdrüssig.

Er war des Lebens überdrüssig.

Weil das heutzutage sehr gewählt klingt, gilt (wenn man es mag) inzwischen auch der Akkusativ als korrekt:

Ich bin ihn überdrüssig.

Er war das Leben überdrüssig.

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Das Neuner-ABC: Was ist das?

Job-Oldies: Glotzenmacher

Job-Oldies, Foto: Condor 36

© Condor 36

Wer den Begriff Glotzenmacher hört, denkt vielleicht zuerst an eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Menschen, der an der Produktion von TV-Geräten beteiligt ist. Aber vielleicht stellt ein Glotzenmacher auch Brillen her. Doch nein, ganz kalt. Glotzenmacher ist eine alte Berufsbezeichnung für einen Holzschuhmacher.

Quelle: Ahnenforschung Böttcher

Nacht der Untoten

© birgitH  / pixelio.de

© birgitH / pixelio.de

So lasse ich mir Literaturwissenschaft gefallen! Also, wer zufällig am 27. Juni gerade in Leipzig ist …

Das Institut für Anglistik veranstaltet “Die Nacht der Untoten” in Lehmanns Buchhandlung: Ab 21 Uhr halten Dozenten der Englischen Literaturwissenschaft Vorträge zu Vampiren und Mumien in englischer Sprache. Im Anschluss wird der Klassiker Nosferatu gezeigt.

Das alles im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften, zu der ihr hier mehr Infos findet.

Der Begreifler über stumpfes Reimen

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Es war einmal ein Mann,
der fing zu reimen an.

Beruht der Endreim auf einer Silbe, endet die Gedichtzeile also auf einer betonten Silbe (Hebung), spricht man vom stumpfen oder männlichen Reim.

Aber Achtung!  Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass das letzte Wort, also das Reimwort, einsilbig sein muss:

Man nennt ihn fortan Dichtermann,
weil er so Schönes dichten kann.

Entmannt wird der Reim erst, wenn er auf einer unbetonten Silbe endet:

Ihm folgten viele Männer,
doch keiner war der Renner.

Zum Anbeißen!

Stilblüte, Foto: Yaruta Igor

Stilblüten & Co
Foto: © Yaruta Igor

In dieser Rubrik poste ich witzige sprachliche Entgleisungen. Die können jedem passieren, weshalb ich auch nicht über die (ohnehin ungenannten) Verfasser, sondern nur über die lustigen Ergebnisse lache. Und gern auch mal über mich selbst, habe ich mich doch zum Beispiel  kürzlich über Twitter zum süßen Gebäck gemacht:

*ist in Ermangelung eines richtigen Frühstücks notgedrungen Nusskuchen.

Pfotenhilfe

Allgemein, Foto: blackpixel

Allgemein
Foto: © blackpixel

Weihnachten ist zwar vorbei, aber das Jubiläumsbuch der PFOTENHILFE ist sicher immer ein schönes Geschenk. Nicht so sehr, weil ich auch ein bisschen meine Pfoten im Spiel hatte, vielmehr weil es gerade Tierfreunde beglücken dürfte.

Hier kann man es bestellen.

Jubiläumsbuch

Nachbarschaftliches: Nenn mich …

Nachbarschaftliches, Foto: zooropa

Nachbarschaftliches
Foto: © zooropa

Wenn dich ein Österreicher als gseichter Aff bezeichnet, wirst du vermutlich schon ahnen, dass das kein Ausdruck besonderer Wertschätzung ist. Den Aff muss dir sowieso niemand übersetzen, und gseicht kommt von ahd. seihhen (sihan), mhd. seichen, was urinieren bedeutet (s. a. http://www.duden.de/rechtschreibung/seichen).

Tierisch!

Vom Schreibtisch, Foto: sukiyaki

Vom Schreibtisch
(Foto: © sukiyaki)

Der Herbst stand für mich zu einem großen Teil unter der Überschrift: Tiere! Die Agentur Go Hero!, für die ich seit Kurzem die Schlussredaktion mache, ist unter anderem für die Publikationen von Vier Pfoten verantwortlich. Und da gab es gleich viel zu tun: Zwei Magazine, ein Buch und eine Zeitungsbeilage. Aber ich freue mich sehr, auf diese Weise an Produkten mitzuarbeiten, die ich nicht nur für sehr gelungen, sondern auch sehr wichtig halte, und die nebenbei auch noch so sehr meinen Interessen entsprechen.

Ansonsten befinde ich mich derzeit im Schlussdurchgang eines aus dem Italienischen übersetzten Krimis, und neben Coaching und einigen kleineren Aufträgen wartet als nächstes ein Thriller, ähnlich wie der Krimi hoffentlich der Beginn einer längeren Zusammenarbeit.

Also, weiter gehts!

Der Begreifler über den Detektivroman

Der Begreifler, Foto: Stocksnapper

© Stocksnapper

Der Detekitvroman ist letztlich das Untergenre des Krimis, an das wir zuerst denken, wenn wir an Krimis denken. Anders gesagt: Der Detektivroman ist für die meisten mit dem Krimi gleichzusetzen. Aber während der Kriminalroman als Obergenre einfach die Geschichte eines Verbrechens erzählt, also auch die Entstehung oder die psychologischen Hintergründe betrachten oder sogar in den Mittelpunkt stellen kann, ist für den Detektivroman vor allem die Aufklärung des Verbrechens von Interesse (lat. detegere “aufdecken”, engl. to detect “aufdecken, entdecken”).

Klassischerweise handelt also ein (Privat-) Detektiv á la Sherlock Holmes oder Hercule Poirot, wobei es sich auch um einen anderen (gern auch zufälligen) Ermittler, eine Hobbydetektivin (Miss Marple) oder einen Polizisten handeln kann. Im letzten Fall rutschen wir damit allerdings schon wieder in das Untergenre des Polizeiromans, in dem eben auch die Konflikte innerhalb der Hierarchie und dem Revier zum Tragen kommen.

Leser von Detektivgeschichten lieben unter anderem die Tatsache, dass sie gemeinsam mit dem Ermittler auf Tätersuche gehen und sich selbst an dem Rätsel darum, wer es denn ist, versuchen können. Doch halt! In der Detektivgeschichte ist gar nicht gesagt, dass der Leser darüber nicht längst Bescheid weiß. Weiß er es nicht, wird er also selbst von der Frage “Wer hat es getan?” geplagt, befindet er sich dementsprechend in einem sogenannten Whodunit (Who has done it?). Den Krimi, in dem der Leser von Anfang an über die Identität des Täters Bescheid weiß, in dem dementsprechend vor allem die Frage interessiert, wie der Täter überführt und dingfest gemacht werden kann (klassisches Beispiel ist die TV-Serie Columbo) nennt man im Unterschied zum Whodunit häufig Howcatchem (How catch them?). 

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